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Sa, 26.05.2012
pte20081124029 Handel/Dienstleistungen, Unternehmen/Finanzen
Wirtschaftsbeben zerrüttet Einkaufszentren
Konsumflaute drückt auf Einzelhandelsimmobilien
Frankfurt (pte029/24.11.2008/13:55) - Die Krisenstimmung am Immobilienmarkt hat nicht nur Büro- und Gewerbeimmobilien fest im Griff. Einzelhandelsobjekte wie Shoppingcenter steuern angesichts des im kommenden Jahr erwarteten Wirtschaftsbebens auf schwere Probleme zu. Neben einknickenden Investitionen in dem Marktsegment kann die Konsumflaute die Umsätze von Einzelhändlern und dadurch die Mieteinnahmen der Betreiber drücken. "Die Bewegung in dem Markt ist bereits erkennbar. Der Wert der Objekte wird dabei von zwei Faktoren gesteuert: Sowohl die Performance der Mieter in den Objekten als auch das Umfeld für Investitionen sind Werttreiber", erklärt Marcus Lemli, Leiter Capital Markets beim Immobilienberatungsunternehmen Jones Lang LaSalle http://www.joneslanglasalle.de , im Gespräch mit pressetext. Bei einer guten Ertragslage für die Einzelhändler in wirtschaftlich stabilen Zeiten sei mit hohen Mieteinnahmen für die Betreiber zu rechnen. Die sich abzeichnende Eintrübung des Konsumklimas drücke jedoch die Erwartungshaltung der Anbieter. "Wegen des vorsichtigen Ausblicks auf den Konsum besteht eine geringere Bereitschaft zu neuen Investitionen", meint Lemli. "Es wäre trügerisch anzunehmen, dass es keine Insolvenzen von Einzelhandelsmietern geben wird", wird Deutsche-Bank-Research-Immobilienanalyst Tobias Just vom Handelsblatt zitiert. Die Aufstellung der vorwiegend im Luxussegment angesiedelten Einkaufszentren erweise sich als zusätzlicher Belastungsfaktor. So seien Verkäufer von Luxusartikeln stärker von Ausfällen bedroht als etwa Nahversorger und Händler des täglichen Bedarfs. Darüber hinaus sei für Investitionen ein generell schwieriges Marktumfeld erkennbar, was sich in der geringen Verfügbarkeit von Fremdkapital äußere. "Dies ist für Gewerbe- und Einzelhandelsobjekte gleichermaßen gültig", so Lemli gegenüber pressetext. Es sei abzusehen, dass die Anfangsrenditen für Shoppingcenter in den kommenden zwölf Monaten weiter steigen werden. So ist die Prime-Nettoanfangsrendite bereits innerhalb des vergangenen Jahres von 4,5 auf 5,5 Prozent geklettert. Die Steigerung der Renditen verursache jedoch fallende Preise der Objekte. Gegenüber dem dritten Quartal 2007 haben sich die Preise um 15 bis 20 Prozent reduziert. "Mit steigender Renditeanforderung der Investoren sinken die Preise. Bezüglich der Preisentwicklung von Einzelhandelsinvestments wird es je nach Volumen und Qualität zu starken Preisdifferenzierungen kommen", schließt Lemli. (Ende)
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