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pte20081118028 Umwelt/Energie, Forschung/Technologie
Mini-Helikopter erschnüffelt gefährliche Vulkane
Geophysiker erhält 100.000 Dollar für Entwicklung der Idee
Geophysiker A. McGonigle auf Vulcano (Foto: RolexAwards/M. Latzel)
Geophysiker A. McGonigle auf Vulcano (Foto: RolexAwards/M. Latzel)

London (pte028/18.11.2008/12:24) - Ein ferngesteuerter Spielzeug-Helikopter soll in Zukunft genau vorhersagen, wie gefährlich Vulkane sind und ob eine Evakuierung der umliegenden Bevölkerung notwendig erscheint. Das Projekt wird mit einem Rolex-Award http://rolexawards.com von 100.000 Dollar unterstützt, berichtet das Wissenschaftsmagazin Nature in seiner Online-Ausgabe. Sensoren im ferngesteuerten Hubschrauber melden Veränderungen der CO2-Konzentration.

"Eine erhöhte CO2-Konzentration ist ein Anzeichen dafür, dass sich in einem Vulkan etwas tut", meint Wolfgang Kostka, Geschäftsführer der Deutschen Vulkanologischen Gesellschaft http://www.vulkane.de , im pressetext-Interview. Die permanente Messung der Gaskonzentration sei bereits heute eine Standardmethode bei der Beobachtung der Vulkane. Ein Grund, warum die Wissenschaftler um den Geophysiker Andrew McGonigle von der Universität Sheffield http://www.sheffield.ac.uk nun auf die Überwachung aus der Luft setzen, ist das tragische Ereignis am kolumbianischen Vulkan Galeras, bei dem sechs Wissenschaftler bei Messungen von Gasen bei einer Eruption ums Leben kamen. Wenn frisches Magma aus dem Erdinneren ins Herz des Vulkans aufsteigt, erhöht sich zunächst die Kohlendioxid und danach die Schwefeldioxid-Konzentration. "Eine Veränderung dieser Gasverhältnisse zueinander weist auf eine verstärkte Aktivität hin. Wann genau es zu einem Ausbruch kommt, kann man aber nicht genau sagen", meint Kostka.

Obwohl die Schwefeldioxid-Konzentrationen ohnehin dauernd gemessen werden, stellen die CO2-Messungen manchmal ein viel schwierigeres Unterfangen dar. Genau diese Herausforderung will McGonigle mit dem unbemannten ferngesteuerten Helikopter lösen. Die Idee hält auch Kostka für gut. "Das wäre natürlich eine risikolose Art und Weise der Messung." Den ersten Prototypen, den AEROVOLC1 hat McGonigle bereits auf den sizilianischen Liparischen Inseln getestet. Ein zweites, verbessertes Modell - der AEROVOLC2 - kann nun mit Hilfe des Förderungspreises entwickelt werden. Das neue 14 Kilogramm schwere Fluggerät ist mit Hightech-Equipment - etwa einem GPS-System, das eine fixe Flugbahn gewährleistet - ausgestattet und soll im kommenden Jahr bei den beiden Vulkanen Stromboli und Ätna getestet werden.

(Ende)

Aussender: pressetext.austria
Ansprechpartner: Wolfgang Weitlaner
Tel.: +43-1-81140-307
E-Mail:
pressetext.austria
   
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