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pte20081113012 Medizin/Wellness, Forschung/Technologie
Experten fordern präventive Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs
Österreichische Krebs-Initiative forciert bessere Aufklärung
Katharina Stemberger, Vorsitzende der OEGGG (Foto: OEGGG)
Katharina Stemberger, Vorsitzende der OEGGG (Foto: OEGGG)

Nizza (pte012/13.11.2008/11:01) - "Das Hauptanliegen der Initiative gegen Gebärmutterhalskrebs ist die Durchsetzung der Prävention durch die Impfung", so Katharina Stemberger, Vorsitzende der Initiative gegen Gebärmutterhalskrebs OEGGG http://www.gebaermutterhalskrebs.at im pressetext-Interview. Es sei beeindruckend, dass es eine Krebserkrankung gibt, die man durch eine Impfung derart effektiv verhindern könne, meint die Künstlerin, die sich für diese Initiative stark macht. Rund drei Viertel aller Gebärmutterhalskrebse werden durch humane Papillomaviren (HPV) der Typen 16 und 18 verursacht. Beim derzeit in Nizza stattfindenden Kongress EUROGIN 2008 http://www.eurogin.com werden Strategien zur Gebärmutterhalskrebsvorsorge von Experten diskutiert.

Es gebe viel zu tun, denn ein Großteil der Menschen sei nicht über die zweithäufigste Krebserkrankung und deren Entstehung aufgeklärt, meint Stemberger. "Die wenigsten wissen, dass sie sich anstecken können", so Stemberger. Ein zweites großes Manko sei die Tatsache, dass nur ein Drittel aller Frauen regelmäßig zum Gynäkologen geht. "Unsere Intitiative hat ein Erinnerungssystem für Frauen eingerichtet, das via E-Mail, SMS oder Postkarte darauf hinweist wird, dass es nun an der Zeit ist, einen Arzttermin wahrzunehmen."

Das wichtigste Anliegen sei allerdings die Forderung, die Impfung unabhängig vom Einkommen allen zugänglich zu machen. Die Preise für die aus drei Teilen bestehende Impfung belaufen sich auf rund 600 Euro. "Es ist wichtig sich vor dem ersten
Geschlechtsverkehr impfen zu lassen", unterstreicht Stemberger. Nur so sei ein Schutz gegeben. Stemberger kritisiert in diesem Zusammenhang vor allem den Unwillen seitens der Politik. Es sei eine politische Entscheidung, eine solche Schutzimpfung zu verhindern. Rund um Österreich - etwa in Deutschland oder in Belgien - werde bereits geimpft. "Es geht nicht um eine Zwangsbeglückung, sondern um das Zugänglichmachen der Impfung für jeden."

Wie brisant das Thema sei, könne man anhand des großen Zulaufs deutlich feststellen, erzählt Stemberger. Innerhalb kurzer Zeit haben sich 130.000 Frauen bei der OEGGG, die 2007 unter der Schirmherrschaft der österreichischen UNESCO-Kommission gegründet wurde, eingeschrieben. "Ein wichtiger Bestandteil ist beispielsweise die Beantwortung medizinischer Fragen von einem Experten." Hier gehe es vor allem um Unklarheiten nach einem Krebsabstrich (PAP-Abstrich). "Jährlich werden in Österreich zwischen 4.000 und 6.000 Konisationen - das sind operative Eingriffe zur Entnahmen von Gewebe im Bereich des äußeren Muttermunds - durchgeführt. Infolge dessen kommt es bei späteren Schwangerschaften häufiger zu Fehl- und Frühgeburten. Stemberger kritisiert die Art, wie mit einem solchen Eingriff umgegangen werde.

Zur Sprecherin für die Krebsprävention wurde die Künstlerin aufgrund des Todesfalles einer guten Freundin. Ich möchte dazu beitragen, in den kommenden Generationen möglichst vielen Frauen dieses Leid zu ersparen." Alle Experten, die mit der Initiative kooperieren, kommen zum Schluss, dass die Impfung gemeinsam mit dem Krebsabstrich die einzig wirksame Prävention ist", so Stemberger abschließend im pressetext-Interview.

(Ende)

Aussender: pressetext.austria
Ansprechpartner: Wolfgang Weitlaner
Tel.: +43-1-81140-307
E-Mail:
pressetext.austria
   
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