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pte20081111031 Unternehmen/Finanzen, Handel/Dienstleistungen
Aktien-Crash: General Motors auf Kursziel "Null"
Deutsche Bank stuft ehemals solides Papier herab und rät zum Verkauf
New York (pte031/11.11.2008/13:44) - Die Deutsche Bank hat das Aktien-Kursziel des größten US-Autoherstellers General Motors (GM) http://www.gm.com auf null Dollar gesetzt. Aufgrund der Einschätzung durch Deutsche-Bank-Analyst Rod Lache brach das Papier des angeschlagenen Konzerns gestern, Montag, auf den tiefsten Stand sei 62 Jahren ein. Damit verschlechtert sich die Situation des traditionsreichen Autobauers zusehends. Angesichts der vorerst gescheiterten Fusionsgespräche mit Chrysler und dem bisherigen Ausbleiben einer Rettungsaktion durch die US-Regierung (pressetext berichtete: http://pte.at/pte.mc?pte=081031017) schlittert GM immer tiefer in eine Existenzkrise. Ohne entsprechende Maßnahmen sei der Betrieb nicht über Dezember hinaus zu finanzieren, lautet das vernichtende Urteil des Analysten. Die Inhaber von GM-Aktien folgten der Empfehlung durch die Deutsche Bank, die das Papier von "Hold" auf "Sell" gesenkt hatte, und ließen dessen Wert zeitweise um mehr als ein Viertel einbrechen. Mit einem Preis von 3,36 Dollar nach Börsenschluss (minus 22,94 Prozent) weist die bislang als solide bekannte Aktie den niedrigsten Stand seit 1946 auf. Innerhalb nur eines Jahres fiel der Titel auf ein Zehntel seines Niveaus. Zwar würde die US-Regierung die Pleite des Autoherstellers nicht zulassen und den Bankrott verhindern, da bis zu 2,5 Mio. Arbeitsplätze an dem Konzern hängen und Einkommensverluste von bis zu 125 Mrd. Dollar drohen. Selbst nach einer Rettung durch eine Beteiligung oder einen Kredit dürften die Aktionäre aber nicht mehr viel von dem Unternehmen haben, begründet Lache das von vier auf null Dollar gesenkte Kursziel. Nach einem Verlust von 2,5 Mrd. Dollar im dritten Quartal gibt GM einen düsteren Ausblick. Zuletzt hatte die Opel-Mutter einen harten Sparkurs in Europa angeordnet: Im kommenden Jahr seien 750 Mio. Dollar einzusparen, um GM Europe auf Kurs zu halten. Von der Absatzkrise ist mittlerweile die gesamte Autobranche sowohl länder- als auch markenübergreifend betroffen. Neben vorübergehenden Produktionskürzungen und -stopps (pressetext berichtete: http://pte.at/pte.mc?pte=081025001) drohen dem Sektor Stellenabbaumaßnahmen und Kurzarbeit zur Kostensenkung. Bei GM Europe könne ein Programm zum Arbeitsplatzabbau jedoch vermieden werden und stehe nicht zur Debatte. (Ende)
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