VORSCHAU

PRESSETERMINE
Sheraton Salzburg Hotel (Salon Mozart)
22.05.2012 00:00
Hotel Marriott
22.05.2012 00:00
Café Griensteidl, Karl Kraus-Saal
22.05.2012 00:00

AKTUELLES PRESSEFOTO

IR Nachrichten
21.05.2012 19:05 CA Immobilien Anlagen AG
21.05.2012 19:00 CA Immobilien Anlagen AG
15.05.2012 08:15 BENE AG


WETTER
Graz: wolkig
21°
Innsbruck: heiter
25°
Linz: wolkig
25°
Wien: heiter
23°
© wetter.net

Stadtname / PLZ

AKTIENKURSE
 
MEDIEN
Di, 22.05.2012
Meldung drucken Artikel weiterleiten
pte20081029040 Medien/Kommunikation, Unternehmen/Finanzen
WAZ-Gruppe will auf dpa-Nachrichten verzichten
Mit Großkunden-Verlust droht tiefes Finanzloch
WAZ-Gruppe will auf dpa-Nachrichten verzichten (Foto: waz-mediengruppe.de)
WAZ-Gruppe will auf dpa-Nachrichten verzichten (Foto: waz-mediengruppe.de)

Essen (pte040/29.10.2008/17:16) - Der harte Sparkurs der Mediengruppe WAZ http://www.waz-mediengruppe.de trifft nicht nur die Mitarbeiter der eigenen Redaktionen. Darüber hinaus erwägt das Verlagshaus, künftig auf Nachrichten der Deutschen Presse-Agentur (dpa) zu verzichten. Der Vertrag mit der dpa soll nicht über Dezember 2008 hinaus verlängert werden, wie die Welt unter Berufung auf Konzernkreise berichtet. "Die WAZ ist nicht die erste Zeitung, die auf die Dienste einer Nachrichtenagentur verzichtet", meint Anja Pasquay, Sprecherin des Bundesverbands Deutscher Zeitungsverleger http://www.bdzv.de , im Gespräch mit pressetext. So hat WAZ-Chefredakteur Ulrich Reitz 2004 bereits als Chef der Rheinischen Post von einer Beanspruchung der dpa-Dienste abgesehen und dem Blatt damit Produktionskosten in Höhe von rund einer Mio. Euro erspart.

Ein Verlust des Großkunden WAZ-Gruppe würde der Nachrichtenagentur ein tiefes finanzielles Loch schlagen. Bis zu vier Mio. Euro wolle die Verlagsgruppe durch die Aufkündigung der dpa-Engagements einsparen. Neben den Nachrichtendiensten werde auch die weitere Inanspruchnahme der dpa-Bilddienste geprüft. In der Regel schließt die Agentur mit Zeitungen Verträge über eine Laufzeit von fünf Jahren. Nach der letzten Verlängerung 2003 laufen die Übereinkommen mit der WAZ-Gruppe Ende des Jahres aus.

Die größte Herausforderung für Medien sei derzeit, neue Geschäftsmodelle zu finden, erklärt Pasquay. "Die gedruckte Auflage von Zeitungen sinkt Jahr für Jahr und der Werbemarkt entwickelt sich seit 2001 schlecht. Neben wirtschaftlichen Gründen ist dies mit dem Internet besonders auf strukturelle Ursachen zurückzuführen", so die Expertin gegenüber pressetext.

Die WAZ-Gruppe zählt mit einer täglichen Auflage von 950.000 Stück zu den größten deutschen Verlegern von Regionalzeitungen und veröffentlicht Tageszeitungen in Nordrhein-Westfalen, Thüringen, Niedersachsen und Bayern. Titel wie die Westdeutsche Allgemeine Zeitung, die Westfalenpost, die Westfälische Rundschau oder die Thüringer Allgemeine zählen zu den WAZ-Blättern. Dem Sparkurs der WAZ-Gruppe soll rund ein Drittel der 900 Redakteursstellen zum Opfer fallen. Darüber hinaus ist der Konzern an zahlreichen internationalen Verlagen und Medientiteln beteiligt. So hält die WAZ-Gruppe beispielsweise 50 Prozent am Verlag der größten österreichischen Tageszeitung Krone und ist Konzernmutter der Verlagsgruppe Mediaprint. Ob auch die österreichische dpa-Partneragentur Austria Presse Agentur (APA) von den Kürzungen betroffen ist, ist derzeit noch unklar.

(Ende)

Aussender: pressetext.deutschland
Ansprechpartner: Manuel Haglmüller
Tel.: +43-1-811-40-315
E-Mail:
pressetext.deutschland
   
Wie fanden Sie diese Meldung?
Weitersagen
likes dislike Share Share |
FACEBOOK
ETARGET

FOCUSTHEMA


SPECIALS


Werbung
middleAdvertising