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pte20081022032 Medien/Kommunikation, Politik/Recht
Startschuss zum "Press Freedom Award 2009"
Reporter ohne Grenzen nimmt Armenien, Aserbaidschan und Georgien ins Visier
Wien (pte032/22.10.2008/13:45) - Die Organisation Reporter ohne Grenzen Österreich (ROG) http://www.rog.at hat heute, Mittwoch, in Wien den Startschuss zum "Press Freedom Award 2009" gegeben. In diesem Jahr richtet sich die Ausschreibung an die Länder Armenien, Aserbaidschan und Georgien. Journalisten, die dort arbeiten, können sich bis zum 1. März nächsten Jahres mit ihren Arbeiten an dem Rennen um den Preis beteiligen. Der Press Freedom Award zeichnet jährlich kritische und aufklärende sowie investigative Publikationen zu Themen wie Demokratiepolitik, Menschenrechtsverletzungen oder Sozialkritik aus. Der Preis 2008 war den beiden europäischen Nationen Rumänien und Bulgarien (pressetext berichtete: http://www.pressetext.at/pte.mc?pte=080514023) gewidmet. "Es handelt sich hier um ein Projekt der österreichischen Sektion. In anderen Ländern gibt es von den einzelnen Unterorganisationen aber weitere unterschiedliche Auszeichnungen", so eine ROG-Sprecherin gegenüber pressetext. Natürlich habe ein Preis wie der Press Freedom Award auch Einfluss auf die Politik. "Allein durch die Öffentlichmachung von Problemen üben Nicht-Regierungsorganisationen wie Reporter ohne Grenzen einen gewissen Druck aus", ergänzt die Sprecherin. Armenien, Aserbaidschan und Georgien wurden diesmal ausgewählt, das sich die Länder noch weit von einer Pressefreiheit entfernt befinden. Die politische Lage sei dort derzeit besonders brisant und Pressefreiheit eines der ersten Opfer, sagt ROG-Präsidentin Rubina Möhring. Daher sei eine internationale Anerkennung für die Journalisten um so wichtiger. Die bisherigen Awards hätten gezeigt, dass mit dem Preis tatsächlich geholfen werden könne, so Möhring. Mit der Auszeichnung und dem damit verbundenen Preisgeld werde auch eine gewisse Unabhängigkeit für Journalisten ermöglicht. Die Organisation entsendet auch regelmäßig Missionen und Kontaktleute in Länder mit eingeschränkter Meinungsfreiheit, um dort bei Botschaften und Regierungen vorzusprechen und die Berichterstattung zu kontrollieren. Reporter ohne Grenzen hat heute auf internationaler Ebene auch den aktuellen World Press Freedom Index veröffentlicht, der jährlich von der Organisation erstellt wird. Daraus geht hervor, dass Journalisten in Island, Luxemburg und Norwegen die größte Meinungsfreiheit haben. Deutschland liegt im Ranking auf Platz 20, Österreich auf Rang 14 und die Schweiz kommt auf den siebenten Platz. Im Vergleich der EU-Länder steht es derzeit um Polen am schlechtesten bestellt. Das internationale Schlusslicht bilden Turkmenistan, Nordkorea und Eritrea. Bemerkenswert ist, dass sich einige karibische und zentralamerikanische Nationen deutlich verbessert haben und im Ranking nun sogar europäische Länder wie Frankreich und Spanien ausstechen. (Ende)
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