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pte20081016018 Unternehmen/Finanzen, Auto/Verkehr
Delta und American Airlines sehen Licht am Ende des Tunnels
Fallende Ölpreise entlasten - Einsparprogramme zeigen erste Wirkung
Airlines wieder zuversichtlich (Foto: pixelio.de, J. Scholz)
Airlines wieder zuversichtlich (Foto: pixelio.de, J. Scholz)

New York/Frankfurt am Main (pte018/16.10.2008/12:35) - Die zuletzt stark ins Wanken geratene Finanzlage der US-amerikanischen Fluggesellschaften bessert sich allmählich. Vor allem aufgrund der sinkenden Öl- und Kerosinpreise, drastischer Einsparprogramme sowie Streichungen ganzer Destinationen konnte beispielsweise AMR, die Muttergesellschaft von American Airlines, für das dritte Geschäftsquartal einen Nettogewinn von 45 Mio. Dollar verbuchen. Wie das Wall Street Journal heute, Donnerstag, berichtet, will der Konzern nun sogar 42 neue Boeing 787 Dreamliners bestellen, um den bisherigen Bestand an den 152 weniger effizienten Großraumflugzeugen peu à peu zu modernisieren. Obwohl Rivale Delta Airlines für das abgelaufene Jahresviertel einen Nettoverlust von etwa 50 Mio. Dollar verkraften muss, hat Finanzchef Edward Bastian einen starken Geschäftsausblick gegeben. So beabsichtigt man, in den kommenden Wochen die Übernahme von Northwest abzuschließen.

Dass vor allem die US-Airlines nach den Mrd.-Verlusten vom Sommer (pressetext berichtete: http://pte.at/pte.mc?pte=080618025) nun wieder Optimismus schöpfen, lässt sich auch auf die drastischen Einsparprogramme und Kapazitätsanpassungen zurückführen. Indem die Airlines sogar Flüge gestrichen und die Anzahl der Sitze reduziert hatten, konnten die Ticketpreise an die tatsächlichen Betriebskosten angepasst werden. "Wenn die Taxifahrt zum Flughafen noch mehr kostet, als das Flugticket selbst, war dieser Schritt auf kurz oder lang zumindest bei den Billigfliegern zu erwarten", erläutert Analyst Jürgen Pieper von Metzler Asset Management http://www.metzler.com gegenüber pressetext. Mit der aggressiven Preispolitik dürfte es schon bald vorbei sein, da sich die Fluggesellschaften mit ihren Einsparungen und Ticket- bzw. Gepäck-Zuschlägen auf die sich abkühlende Weltwirtschaft samt sinkender Nachfrage am Beginn einer Rezession vorbereiten, so Pieper weiter.

Obwohl AMR ohne den Verkauf der konzerneigenen Vermögensverwaltung Beacon Advisors einen Nettoverlust von rund 360 Mio. Dollar verbucht hätte, war vor allem auch bei Delta die Erleichterung darüber zu spüren, dass die Verluste nicht höher als erwartet ausfielen. Aus dem Grund reagierte die Börse positiv auf die aktuellen Zahlen der Airlines. Bis zum Mittag legten AMR und Delta an der New Yorker Stock Exchange vorbörslich um rund fünf Prozent zu. Dennoch sollte nicht außer Acht gelassen werden, dass beide Titel seit Jahresbeginn mehr als die Hälfte ihres Börsenwerts verloren haben. Auch in Europa kämpfen die Airlines mit den Auswirkungen der Wirtschaftskrise. Die in den ersten beiden Geschäftsquartalen immens hohen Ölpreise ließen die Gewinne von British Airways massiv einbrechen. Der Vorsteuergewinn der Airline sank allein in den ersten drei Monaten um 88 Prozent auf 37 Mio. Pfund (47 Mio. Euro).

Vor dem Hintergrund des Ölpreishochs geht der Luftfahrtverband International Air Transport Association (IATA) http://www.iata.org in seiner Prognose davon aus, dass man weltweit 6,1 Mrd. Dollar Verlust einfliegen wird. Neben den Ölpreisen müssen die Airlines aber auch auf geopolitische Instabilitäten in China und Indien sowie den weltweiten Konjunkturabschwung reagieren können (pressetext berichtete: http://pte.at/pte.mc?pte=080821015). Als Folge der internationalen Verwerfungen hatten die US-amerikanischen Airlines im Frühjahr rund 460 Flugzeuge stillgelegt und rund 26.000 Stellen gestrichen. Allein im dritten Quartal hätten allein für Delta die Treibstoffkosten um 800 Mio. Dollar über dem Vorjahreswert gelegen, so das Unternehmen. Obwohl der Kerosinpreis seit Monaten fällt, lassen sich die Folgen der Finanzkrise nicht ausgleichen. American, United und Continental mussten im September im Vergleich zum Vorjahr einen Passagierrückgang um mehr als neun Prozent hinnehmen.

(Ende)

Aussender: pressetext.austria
Ansprechpartner: Florian Fügemann
Tel.: +43-1-81140-305
E-Mail:
pressetext.austria
   
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