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pte20081015047 Unternehmen/Finanzen, Handel/Dienstleistungen
Sparkassen nutzen Gunst der Stunde
Sicherheitsbedürfnis treibt Kunden zu öffentlich-rechtlichen Banken
Anleger suchen Einlagensicherheit bei Sparkassen (Foto: pixelio.de, RainerSturm)
Anleger suchen Einlagensicherheit bei Sparkassen (Foto: pixelio.de, RainerSturm)

Frankfurt (pte047/15.10.2008/13:45) - Durch die Bankenkrise und das Börsendesaster der vergangenen Wochen sind sowohl das Misstrauen als auch das Sicherheitsbedürfnis bei Sparern und Anlegern stark gestiegen. Aus dieser Entwicklung gehen hauptsächlich öffentlich-rechtliche Institute und Genossenschaftsbanken als Profiteure hervor. Das Geld der Kunden wird einem Handelsblatt-Bericht zufolge massenhaft von ausländischen Häusern und Direktbanken umgeschichtet, wovon Sparkassen mit Rekordzuwächsen profitieren. "Wir registrieren derzeit den größten Zuwachs seit dem Jahr 2001", sagt etwa der baden-württembergische Sparkassenpräsident Peter Schneider. Diese Entwicklung, die mit Ausbruch der Krise vor mehr als einem Jahr eingesetzt hat, habe sich in den vergangenen Tagen noch zugespitzt. Bankkunden sind dabei hauptsächlich auf der Suche nach Einlagensicherheit.

"Der Zustrom zu den Sparkassen hat mit Sicherheit mit der Verunsicherung der Kunden zu tun. Diese Entwicklung ist schon seit Jahresbeginn zu beobachten", meint André Grunert, Sprecher der Hamburger Sparkasse http://www.haspa.de , im Gespräch mit pressetext. Dabei seien deutsche Banken und die Einlagen der Sparer hierzulande generell sicher. "Ein stärkeres Augenmerk ist jedoch auf ausländische Banken zu legen", erklärt Grunert.

Während hohe Zinssätze in den Hintergrund rücken, liegt nun der Schutz des Vermögens im Fokus der Anleger. Auch die Verabschiedung des Banken-Rettungspakets durch den Bund habe an dieser Interessensverschiebung nichts geändert. Seit Mitte September seien allein bei der Hamburger Sparkasse in gleich bleibender Tendenz rund 500 Mio. Euro an Einlagen eingegangen. Sowohl Privatanleger als auch Unternehmen sind auf der Suche nach Risikominimierung und -streuung.

Der Großteil des umgeschichteten Kapitals wandert auf Termin- und Tagesgeldkonten. Ob die neu gewonnenen Kunden langfristig bei den öffentlich-rechtlichen Instituten bleiben werden, sei allerdings ungewiss. "Derzeit ist es noch zu früh, um diese Frage zu beantworten", so Grunert gegenüber pressetext. Bei Nischenanbietern locken neben teilweise günstigeren Konditionen oft höhere Renditen. Ein erneutes Umdenken der Anleger sei nach einer Beruhigung der Märkte kaum zu verhindern. "Schließlich hängt die Kundentreue aber wohl von einer guten Beratung durch die Bank ab", schließt Grunert.

(Ende)

Aussender: pressetext.deutschland
Ansprechpartner: Manuel Haglmüller
Tel.: +43-1-811-40-315
E-Mail:
pressetext.deutschland
   
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