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pte20081007021 Unternehmen/Finanzen, Medien/Kommunikation
Finanzkrise verbreitet Angst in der Werbewirtschaft
Werbeverband: "Medien schüren Panik"
New York/Berlin (pte021/07.10.2008/13:00) - Die globale Finanzkrise hinterlässt ihre Spuren auch in der Werbewelt. In den USA hat ZenithOptimedia http://www.zenithoptimedia.com die Wachstumsprognosen für die Branche nun herabgesetzt und einzelne Werbefirmen fürchten bereits um ihre gesicherten Einnahmen, berichtet das Wall Street Journal. Die Prognosen von Zenith gehen davon aus, dass die Werbespendings in diesem Jahr in den USA nur um 1,6 Prozent, 2009 um weniger als ein Prozent zulegen werden. Noch im Juni war das Unternehmen zumindest von einem Wachstum in Höhe von 3,4 bzw. 2,6 Prozent ausgegangen. Für den internationalen Werbemarkt erwartet ZenithOptimedia für diese Jahr ein Plus von 4,3 Prozent auf 506,3 Mrd. Dollar. Die Prognose von Juni lag bei 6,6 Prozent. "Der deutsche Werbemarkt befindet sich bereits seit 2007 in einer leichten Abschwungphase - aus komplexen Gründen. Die hinzu gekommene Finanzkrise könnte den Druck auf die Werbeetats verstärken", meint Volker Nickel, Sprecher des Zentralverbandes der deutschen Werbewirtschaft (ZAW) http://www.zaw.de , auf Nachfrage von pressetext. Das sei aber nicht nur der Fall, weil beispielsweise Kredite für Firmen aktuell deutlich teurer würden, sondern auch weil Panik geschürt werde, unter anderem durch das Vergrößerungsglas von Medien. Aus Sicht von Nickel ist die Finanzkrise aber auch zu frisch, um zu sagen, welche Spuren sie in diesem Jahr noch hinterlassen wird. "Später wird man die Motive von Etat-Kürzungen von außen nicht mehr getrennt bekommen." Das Weihnachtswerbegeschäft werde aber zeigen, ob es die Werbeinvestitionen dem aktuellen Dax-Verlauf gleich tun. Obwohl die Prognosen bereits zurückgenommen wurden, halten sie einige Branchenvertreter in den USA immer noch für zu optimistisch. "Ich sehe überhaupt kein Wachstum für die Industrie im nächsten Jahr", sagt etwa Nick Brien, Chef der Agentur Mediabrands. Immerhin werde es 2009 auch keine Olympischen Spiele oder Präsidentschaftswahlen geben - Faktoren, die in diesem Jahr noch positive Spuren hinterlassen haben. Bei Zenith geht man davon aus, dass die Unternehmen versuchen werden bei ihren Werbeausgaben einzusparen, da auch die Konsumenten weniger Geld ausgeben. Die aktuelle Finanzkrise könnte insbesondere negative Spuren in den Bereichen Luxusgüter und Reisen sowie in der Unterhaltungsindustrie hinterlassen, so die Einschätzung der Experten. Einzelne Werbeagenturen hätten zudem bereits verlauten lassen, dass ihre Klienten Probleme hätten, die Rechnungen zu bezahlen. In Werbekreisen genügen schon Gerüchte über Zahlungsprobleme, um helle Aufregung zu erzeugen. Denn viele erinnern sich dabei an die Rezession im Jahr 2001, als verschiedene Internetfirmen Bankrott gingen und die Agenturen plötzlich die Sache ausbaden mussten. (Ende)
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