VORSCHAU



IR Nachrichten


WETTER
Graz: stark bewölkt
Innsbruck: wolkig
-1°
Linz: wolkig
-5°
Wien: wolkig
-3°
© wetter.net

Stadtname / PLZ

AKTIENKURSE
 
BUSINESS
Mo, 13.02.2012
Meldung drucken Artikel weiterleiten
pte20081002034 Unternehmen/Finanzen, Computer/Telekommunikation
Nachfrageschwund: Micron mit trüber Chip-Aussicht
Qimonda-Verkauf in weite Ferne gerückt - Aktie verliert sieben Prozent
Überkapazitäten drücken die Preise (Foto: micron.com)
Überkapazitäten drücken die Preise (Foto: micron.com)

Boise/New York/Frankfurt (pte034/02.10.2008/13:40) - Der US-amerikanische Chiphersteller Micron Technology http://www.micron.com rechnet für das Weihnachtsgeschäft im anstehenden vierten Quartal mit einer sich abschwächenden Nachfrage. Als Ursache für das nachlassende Kaufinteresse sieht Micron-Technology-CEO Steve Appleton vor allem die gesunkene Nachfrage nach Computern. Da der Chipriese erst gestern, Mittwoch, als potenzieller Interessent für die deutsche Infineon-Tochter Qimonda gehandelt wurde, dürften die Übernahmephantasien mit den prognostizierten Erwartungen Microns vorerst auf Eis gelegt sein. Dies hat der Aktie des deutschen Tochterunternehmens schwer zu schaffen gemacht. Bei Redaktionsschluss dieser Meldung (13:35 Uhr) notiert das Qimonda-Papier in Frankfurt mit einem Minus von sieben Prozent bei nur noch 0,74 Euro.

Obwohl die Kursphantasien bei einem möglichen Einstieg Microns erst einmal verpufft sind, sagte Appleton, dass man sich derzeit alle Optionen offen halten möchte, jedoch für künftige mögliche Zukäufe bestens gerüstet sei. Hinsichtlich des prognostizierten Nachfrageschwunds sei derzeit noch nicht klar, wie nachhaltig der Rückgang ausfallen wird. Hintergrund ist laut Branchenfachleuten vor allem auch das Überangebot bei DRAM- und Flash-Speicherchips. Dieser Umstand hat Analysten inzwischen dazu veranlasst, zu Kapazitätsverringerungen in den betroffenen Chip-Segmenten zu raten. Obwohl Theo Kitz von Merck Finck im Gespräch mit pressetext "die Wahrscheinlichkeit sieht, dass die Preise mittlerweile die Talsohle erreicht haben", sind weitere Produktionsanpassungen dringend erforderlich (pressetext berichtete: http://pte.at/pte.mc?pte=080923002). Mit einem Aufschwung sei erst Mitte 2009 zu rechnen.

Das auf der gesamten Branche schwer lastende Überangebot im Markt und die damit verbundenen sinkenden Preise für Speicherchips bescherte Micron einen Verlust von rund 344 Mio. Dollar. Auch der Umsatz konnte nur noch um ein Prozent gesteigert werden. Wie das Handelsblatt unter Berufung auf Branchenkreise schreibt, will Infineon die defizitäre Speicherchiptochter Qimonda so schnell als möglich verkaufen. Dabei bemühe man sich intensivst, den Konzern an Micron abzustoßen. Nach Angaben der Zeitung seien die Amerikaner derzeit die einzig verbliebenen Kaufinteressenten aus der Halbleiterbranche - und dies, obwohl gegen Mitte des Jahres auch der japanische Chiphersteller Elpida noch ein grundsätzliches Interesse an einer Übernahme signalisiert hatte. Ziel von Infineon ist es, spätestens bis zur Hauptversammlung 2009 die Beteiligung an Qimonda auf unter 50 Prozent zu senken.

(Ende)

Aussender: pressetext.deutschland
Ansprechpartner: Florian Fügemann
Tel.: +43-1-81140-305
E-Mail:
pressetext.deutschland
   
Wie fanden Sie diese Meldung?
Weitersagen
likes dislike Share Share |
FACEBOOK
MONSTER JOBCORNER

FOCUSTHEMA


SPECIALS


Werbung
middleAdvertising