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pte20080927002 Medien/Kommunikation, Sport/Events
Medienmesse enttäuscht Aussteller
CNN-Vertreter: "Haben uns eindeutig mehr Besucher erwartet"
Besucherandrang auf der Medienmesse bescheiden (Foto: fotodienst.at, Anna Rauchenberger)
Besucherandrang auf der Medienmesse bescheiden (Foto: fotodienst.at, Anna Rauchenberger)

Wien (pte002/27.09.2008/06:05) - Mit schwachen Besucherzahlen schloss gestern, Freitag, die zweite Medienmesse im Rahmen der Medientage in Wien ihre Tore. Trotz ursprünglich hoher Erwartungen und einem durchaus abwechslungsreichen Rahmenprogramm, wollte sich der erhoffte Erfolg am Ende nicht so recht einstellen. Vor allem bei dem Thema Besucherzahlen waren die Klagen auf Seiten der anwesenden Aussteller nicht zu überhören. "In punkto Besucherandrang haben wir uns eindeutig mehr erwartet", so das kritische Resumee von Simone Fillies, Sales Director für Deutschland und Österreich bei Turner Broadcasting Systems http://www.turnerjobs.com , im Gespräch mit pressetext.

Verwundert zeigte man sich beim international tätigen Medienkonzern, der unter anderem den Nachrichtensender CNN International unterhält, über die überwiegend nationale Ausrichtung. "Der Markt in Österreich ist zwar klein, ihm kommt im Hinblick auf die Erreichung der Wachstumsmärkte in Osteuropa aber eine wichtige Gateway-Funktion zu", stellt Fillies fest. Da sei es schon verwunderlich, dass Turner als "einziger wirklich internationaler Medienkonzern" auf der Messe vertreten sei. "Der Medienmarkt ist heute ein globaler Markt. Man darf hier nicht den Fehler machen und sich nur auf die eigenen nationalen Landesgrenzen beschränken", betont Fillies.

"Wir haben uns deutlich mehr Besucher erwartet", meint auch Michal Hradsky von Bittner Print, einem Druckereiunternehmen aus der Slowakei, das bereits in mehreren europäischen Ländern aktiv ist. Lediglich etwa 50 Menschen würden im Durchschnitt pro Tag beim Ausstellungsstand vorbeischauen. Damit liege man weit hinter den Erwartungen. Ein ähnliches Schicksal ereilte aber auch den Branchenriesen Adobe bei der Präsentation neuer Acrobat-Software im Zuge des CS4-Launches. Während die Podiumsdiskussionen der parallel stattfindenden Medientage gut besucht waren, verirrte sich gerade einmal eine Handvoll Zuhörer zur Adobe-Präsentation auf dem Messegelände, wie der pressetext-Lokalaugenschein ergab.

Was die Aufteilung der einzelnen Medienbereiche betrifft, wünscht man sich bei Turner ein "aggressiveres Konzept". "Eine Medienmesse sollte im Sinne der Cross-Medialität plattformübergreifend aufgestellt sein. Meiner Auffassung nach ist der Printsektor eindeutig überproportional vertreten, während der Online-Bereich zu schwach präsent ist", merkt Fillies an. Insgesamt gesehen sei die Medienmesse in Wien für den nationalen Markt sicherlich nicht unbedeutend, im Vergleich mit anderen internationalen Branchentreffs müsse sie aber in den kommenden Jahren noch deutlich an Profil gewinnen.

Dabei wurde von den Veranstaltern im Vorfeld durchaus selbstbewusst von der "bislang inhaltlich umfassendsten und im Rahmenprogramm informativsten Medienmesse" gesprochen, die sich mittlerweile zu einer "unersetzbaren Institution" entwickelt habe. So fiel das Resümee der Messeverantwortlichen ungeachtet der Kritik an den Besucherzahlen positiv aus. "Unsere Erwartungen haben sich absolut erfüllt", heißt es vom Messeorganisator Michael Himmer auf Anfrage von pressetext. Er sprach von jeweils 2.000 Besuchern an den ersten beiden Tagen - ein Wert, der angesichts der schwach besuchten Messestände zumindest verwundert. "Die Standbetreiber haben sich in Bezug auf die Qualität der Kontaktgespräche sehr zufrieden gezeigt. Natürlich braucht eine Veranstaltung wie die Medienmesse aber noch Zeit um zu wachsen", räumt Himmer abschließend ein.

Weitere Pressefotos zur Veranstaltung finden Sie unter http://www.fotodienst.at/browse.mc?album_id=2090 zum Download.

(Ende)

Aussender: pressetext.austria
Ansprechpartner: Markus Steiner
Tel.: +43-1-81140-317
E-Mail:
pressetext.austria
   
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