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pte20080917031 Unternehmen/Finanzen, Auto/Verkehr
Flughafen Gatwick soll unter den Hammer kommen
BAA unter Verkaufsdruck - Fraport und Hochtief zeigen Interesse
London/Frankfurt am Main (pte031/17.09.2008/13:30) - Der britische Flughafenbetreiber British Airports Authority (BAA) http://www.baa.co.uk will den Londoner Flughafen Gatwick abstoßen. Wie das Verkehrsunternehmen heute, Mittwoch, bekannt gab, habe man sich in Absprache mit der spanischen Ferrovial, der die BAA seit Juli 2006 angehört, dazu entschlossen, den Verkaufsprozess für den Airport umgehend zu starten. Der Verkauf sei der Tochter des Mischkonzerns nach einer Prüfung der Wettbewerbssituation im britischen Flughafengeschäft durch die Kartellaufsicht bereits Mitte August dieses Jahres empfohlen worden. Demnach sei es für die BAA angebracht, sich von drei der sieben in Großbritannien betriebenen Airports zu trennen. Neben dem zum Verkauf stehenden Standort London Gatwick besitzt die BAA auch die Flughäfen Heathrow, Stansted, Southampton sowie die schottischen Flugverkehrsknotenpunkte Glasgow, Edinburgh und Aberdeen. Die BAA zeigt sich indes zuversichtlich, in absehbarer Zeit einen potenziellen Käufer für den Flughafen zu finden. Dabei verweist BAA-CEO Colin Matthews darauf, dass "Gatwick einer der führenden Flughäfen in Europa ist, der 2007 von 35 Mio. Passagieren genutzt wurde". Ein endgültiger Prüfbericht für den Verkauf soll zwar erst Anfang 2009 erstellt werden, Fachleute vermuten aber, dass die nun erfolgte Verkaufsankündigung dahingehend interpretiert werden kann, dass die BAA dem eventuellen behördlichen Verkaufszwang zuvorkommen will. Wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtet, gelten unter anderem die deutschen Konzerne Hochtief und Fraport als mögliche Kaufinteressenten. Beide hatten erklärt, Beteiligungen an britischen Flughäfen unter Umständen in Erwägung zu ziehen. "Von unserer Seite besteht ein generelles Interesse. Allerdings sind die genauen Konditionen noch nicht bekannt. Werden die Ausschreibungsbedingungen deutlicher, erfolgt eine genaue Prüfung, auf deren Ergebnis wir dann entscheiden, ob wir uns engagieren oder nicht", sagt Fraport-Sprecher Klaus Busch gegenüber pressetext. Der deutsche Baudienstleister Hochtief hingegen will ebenfalls das "Engagement prüfen", wie es heißt. Man wolle aber noch warten, bis der Verkauf offiziell angekündigt werde und die Einzelheiten nähergehend bekannt seien. Das Investitionsvolumen, das ein möglicher Käufer für das britische Drehkreuz aufbringen müsste, liegt Medienberichten zufolge bei 2,5 Mrd. Pfund (rund 3,2 Mrd. Euro). Obwohl die britische Wettbewerbsbehörde zum Verkauf von drei BAA-Flughäfen rät, will der Flughafenbetreiber voraussichtlich am größten Londoner Airport Heathrow festhalten. (Ende)
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