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pte20080916004 Unternehmen/Finanzen, Handel/Dienstleistungen
Investitionen in Flughäfen lösen Übernahmewelle aus
Umsatzboom durch Ausweitung von Non-Aviation-Angeboten
Investitionen in Dienstleistungsangebot zahlen sich aus (Foto: pixelio.de, Rainer Sturm)
Investitionen in Dienstleistungsangebot zahlen sich aus (Foto: pixelio.de, Rainer Sturm)

Wien (pte004/16.09.2008/06:10) - Wegen des wachsenden Flugaufkommens und des Ausbaus sogenannter Non-Aviation-Bereiche geraten Flughäfen zunehmend in den Fokus von Investoren. Bei Renditeaussichten von zehn bis 15 Prozent gehen Experten inzwischen davon aus, dass es im Jahr im Schnitt zu zehn bis 15 bedeutenden Übernahmen oder Beteiligungen kommen wird. Eine aktuelle Studie der Management-Beratunggesellschaft A.T. Kearney http://www.atkearney.com sagt voraus, dass das Transaktionsvolumen in den kommenden fünf Jahren auf etwa sechs bis acht Mrd. Euro im Jahr anwächst. Dabei werden vor allem Entwicklungsprojekten in China, Indien, dem Mittleren Osten sowie Osteuropa überdurchschnittliche Renditen von bis zu 20 Prozent in Aussicht gestellt. Zudem könnte ein verbesserter Kontakt zu den Passagieren sowie eine größere Angebotsflexibilität der Airports die Umsätze um bis zu 50 Prozent ansteigen lassen.

"Früher haben die meisten Flughäfen fast ausschließlich mit den Fluglinien Geld verdient. Da sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen vor allem durch die gestiegenen Kerosinpreise gewandelt haben und Airlines den Preisdruck weitergeben, ist es wichtig, vom Standortfaktor zu profitieren", unterstreicht A.T. Kearney-Co-Studienautorin Claudia Witzemann im Gespräch mit pressetext. Laut der Expertin sollten sich Flughäfen für die Zukunft rüsten und das angebotene Dienstleistungsspektrum weiter ausbauen. "Hierbei bieten sich vor allem Geschäftsmöglichkeiten wie Parken, Shops, Gastronomie, Werbeflächen und nicht zuletzt die Vermietung von Büroflächen an", fügt Witzemann hinzu. So sei es mittlerweile kein Zufall mehr, wenn Unternehmen, die mobil sein müssen, ihre Headquarters dorthin verlagern.

Damit europäische Flughäfen von diesem Wachstum profitieren können, rät der "A.T. Kearney Airport Investmentkompass" dazu, noch stärker Non-Aviation-Angebote zu forcieren und innovative Retailkonzepte umzusetzen. Zudem stellten die Analysten fest, dass europäische Flughäfen nach wie vor teils erheblichen Aufholbedarf besitzen. Dennoch zahlen sich umfangreiche Modernisierungen und Neubauten aus, da vor allem private Investoren angezogen werden. Allein in China sollen bis 2020 etwa 90 neue Flughäfen mit einem Investitionsvolumen von 40 Mrd. Euro entstehen. In Indien wird in den kommenden zwölf Jahren die Zahl der Airports von 130 auf 500 steigen. Sowohl private als auch ausländische Investoren werden dabei von staatlicher Seite als notwendige Voraussetzung angesehen.

"Da Investoren Flughäfen zur Optimierung ihrer Portfolios nutzen und Flughafenbetreiber, Projektentwickler und Finanzinvestoren mehr und mehr um attraktive Objekte konkurrieren, wird die Konsolidierung des Marktes vorangetrieben", erläutert Witzemann auf Nachfrage von pressetext. Obwohl vielerorts noch ein großer Nachholbedarf bei den Flughäfen besteht, sieht Witzemann London Gatwick und Oslo "gut positioniert". Die aktuellen Geschäftszahlen untermauern diese Einschätzung. Beide Vorzeigeairports erwirtschafteten beispielsweise 58 bzw. 56 Prozent ihres Umsatzes im Segment Non Aviation. Immerhin fünf Flughäfen, davon drei britische, erwirtschaften derzeit knapp die Hälfte ihres Umsatzes oder mehr mit diesen Dienstleistungen. "Bei den erfolgreichen Flughäfen steht auch weiterhin der abfliegende Passagier als Umsatzgenerator im Mittelpunkt", so Witzemann abschließend.

(Ende)

Aussender: pressetext.austria
Ansprechpartner: Florian Fügemann
Tel.: +43-1-81140-305
E-Mail:
pressetext.austria
   
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