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Sa, 26.05.2012
pte20080915032 Unternehmen/Finanzen, Handel/Dienstleistungen
Deutsche BASF will Schweizer Ciba schlucken
Restrukturierungen geplant - Arbeitsplatzabbau befürchtet
Ludwigshafen/Basel/Stuttgart (pte032/15.09.2008/13:58) - Der deutsche BASF-Konzern http://www.basf.de will sich den Schweizer Chemieanbieter Ciba http://www.ciba.ch für 3,8 Mrd. Euro einverleiben. Wie der Dax-Chemiekonzern heute, Montag, bekannt gab, habe man Ciba 50 Schweizer Franken je Anteilsschein geboten, was mit dem Übernahmekandidaten im Vorfeld abgesprochen gewesen sei. Obwohl beide Unternehmen unterdessen von nötigen Restrukturierungen sprechen und Branchenexperten einen Stellenabbau befürchten, wollte man sich zu diesem Thema bislang noch nicht äußern. Der Angebotspreis entspricht einer Prämie von 32 Prozent auf den Kurs des Ciba-Papiers vom Freitag und einem Aufschlag von 60 Prozent auf den volumengewichtigen durchschnittlichen Kurs des Anteils der vergangenen 30 Tage. "Der Preis für Ciba ist vielleicht ein wenig hoch, dennoch sollte damit verhindert werden, dass womöglich ein höheres Gebot für das Unternehmen eingeht. Alles in allem ist der Preis aber vertretbar", sagt LBBW-Analyst Karl-Heinz Scheunemann im Gespräch mit pressetext. Die BASF begründet ihre Kaufabsicht mit der bislang geführten Wachstumsstrategie. Diese Akquisition werde das profitable und nachhaltige Wachstum des Konzerns weiter beschleunigen, wird BASF-Vorstandschef Jürgen Hambrecht zitiert. Insider bewerten die Übernahme Cibas als strategisch sinnvollen Schritt. Schließlich liegen die Stärken des Unternehmens in den Bereichen Kunststoffadditive, Lacke sowie Papier- und Wassserchemie und seien wertvolle Ergänzungen des BASF-Porfolios. Auf diese Weise könne die BASF ihre Stellung in den genannten Produktbereichen deutlich verbessern, heißt es. Trotz der Stärken Cibas halten von der Frankfurter Allgemeinen Zeitung zitierte Analysten die Übernahme für zu teuer für den deutschen Chemiegiganten, da diese deren Margen zu sehr verwässern würde. Ciba, die 13.000 Mitarbeiter in 120 Ländern beschäftigt, knüpft an eine Übernahme aber auch Bedingungen. So sollen mindestens zwei Drittel der Ciba-Aktionäre ihre Papiere verkaufen. Obwohl die Angebotsfrist am 1. Oktober beginnen soll und das BASF-Management von einer "besten und endgültigen Offerte" spricht, scheint eine freundliche Übernahme als sicher. So hat der Verwaltungsrat des Schweizer Unternehmens der Übernahme bereits zugestimmt und den Anteilseignern empfohlen, das Angebot anzunehmen. Dabei weisen die Schweizer darauf hin, dass das Angebot "fair" sei und die eigenen Geschäfte durch die Integration in den BASF-Verbund und dem damit verbundenen Zugang zur weltweiten Forschungs-, Produktions- und Vermarktungsplattform sowie zu Rohstoffen von BASF gestärkt werde. Im Zuge der Übernahme, deren erfolgreichen Abschluss BASF spätestens im ersten Quartal 2009 erwartet, wollen die Deutschen das Papierchemikalien-Geschäft umkrempeln, um eine wie es heißt "nachhaltig ertragstarke Positionierung der Aktivitäten" zu erreichen. Ersten Informationen nach werde Ciba nach dem Abschluss der Akquisition in die BASF-Sparte Performance Products integriert. Laut Hambrecht werde man nach der Übernahme die globale Nummer eins bei Papierchemikalien und Zweiter bei sogenannten Coating effects materials sein. Der Standort Basel soll für die dann integrierte Ciba auch weiterhin beibehalten werden. (Ende)
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