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pte20080915028 Unternehmen/Finanzen, Handel/Dienstleistungen
Alitalia-Aktie vom Handel ausgeschlossen
TUIfly erwägt Allianz mit Air Berlin
Alitalia-Aktie vom Handel ausgesetzt (Foto: alitalia.com)
Alitalia-Aktie vom Handel ausgesetzt (Foto: alitalia.com)

Rom/Berlin (pte028/15.09.2008/13:50) - Schien das Debakel der italienischen Fluglinie Alitalia http://www.alitalia.com nach dem turbulenten Wochenende in letzter Minute abgewendet, droht der Airline nun doch das Aus. So wurden die Alitalia-Aktien heute, Montag, vom Handel ausgesetzt, wie die Financial Times Deutschland (FTD) berichtet. Zwar habe es in Krisenverhandlungen mit den Gewerkschaften Fortschritte gegeben, die eine Rettung des angeschlagenen Konzerns ermöglichen sollten. Der Energiekonzern Eni drohe zudem nicht mehr damit, die Kerosinlieferungen wegen Zahlungsunfähigkeit einzustellen. Das zuletzt bei 0,45 Euro notierende Alitalia-Papier wird nun jedoch nicht mehr gehandelt. Dass sich die Branche im Umbruch befindet, zeigen auch angebliche Fusionsgespräche zwischen TUIfly und Air Berlin.

Während das angestrebte Dreierbündnis zwischen TUIfly, Condor und Germanwings auf der Kippe steht (pressetext berichtete: http://pte.at/pte.mc?pte=080904037) befindet sich TUI-Chef Michael Frenzel einem Spiegel-Bericht zufolge auf der Suche nach einer Alternativlösung. Auf Anfrage von pressetext wollte Air Berlin die Verhandlungen weder dementieren noch bestätigen. "Derzeit redet in der Branche jeder mit jedem", meint ein Air-Berlin-Sprecher gegenüber pressetext. So war die zweitgrößte deutsche Fluglinie auch in Gesprächen mit Condor, habe im Juli jedoch von einer Fusion abgesehen. Ein Deal mit TUIfly würde dem Konzern angesichts des etablierten TUI-Reisegeschäfts eine bessere Auslastung ermöglichen. Gleichzeitig könnte sich der Reiseveranstalter Sitzplatzkontingente bei der Air Berlin sichern.

Die Alitalia konnte ihren Flugbetrieb heute, Montag, wieder aufnehmen. Zum Wochenende hatte der Insolvenzverwalter Augusto Fantozzi gewarnt, dass sich die Airline kein Kerosin mehr leisten könne und die Flugzeuge am Boden bleiben müssten. Darüber hinaus werde in den kommenden Tagen mit Entlassungen begonnen. Eine aus 16 Mitgliedern bestehende Investorengruppe sollte Teile des Konzerns zur Sanierung und 12.500 Mitarbeiter übernehmen. Schätzungen zufolge kommt die Alitalia derzeit auf einen Verlust von rund zwei Mio. Euro pro Tag. Im Zuge der Sanierung sollten bis zu 7.000 Arbeitsplätze gestrichen werden. Vonseiten der Investoren wurde eine Finanzspritze in Höhe von einer Mrd. Euro angekündigt.

Über den Rettungsplan besteht bereits Einigkeit mit vier von neun Gewerkschaften. "Uns bleiben nur noch wenige Stunden für eine gute Lösung", wird Italiens Industrieminister Claudio Scajola von der FTD zitiert. Das Schicksal der Airline bleibt demnach noch offen.

(Ende)

Aussender: pressetext.deutschland
Ansprechpartner: Manuel Haglmüller
Tel.: +43-1-811-40-315
E-Mail:
pressetext.deutschland
   
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