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pte20080912024 Handel/Dienstleistungen, Unternehmen/Finanzen
Einzelhandel: Discount-Landschaft im Umbruch
Billigketten trennen sich in Hard- und Soft-Discounter
Zürich (pte024/12.09.2008/13:50) - Die Welt der Lebensmittel-Discounter befindet sich in einem massiven Umbruch. Teuerungen, Image-Schäden sowie ein wachsender Konkurrenzdruck machen strategische Neuausrichtungen nötig. Wie das Gottlieb Duttweiler Institute (GDI) http://www.gdi.ch beleuchtet, stehen den Anbietern in der DACH-Region verschiedene Mittel und Wege zur Verfügung, um sich in der Einzelhandelslandschaft zu positionieren. Egal welche Strategie die Billigketten verfolgen mögen, eine Tendenz zeichne sich eindeutig ab: Die Grenzen zwischen Hard- und Soft-Discountern werden künftig klar gezeichnet. Derzeit stehe die Discount-Welt vor tiefgreifenden Veränderungen, wie einer verlangsamten Expansion in Deutschland, dem Konsolidierungsdruck in Österreich, steigenden Rohstoff- und Lebensmittelpreisen sowie einer wachsenden Konkurrenz etwa durch den Lidl-Markteintritt in der Schweiz. "Keine Vertriebsform hat den europäischen Handel in den vergangenen Jahren so stark geprägt wie der Discount. Seine Marketingstrategien zwangen die gesamte Branche zu Reaktionen und Anpassungen. Doch in jüngster Zeit wurde das Erfolgsimage der Discounter angekratzt", schreibt das GDI. So führte nicht zuletzt die Lidl-Spitzelaffäre, die dem Aldi-Konkurrenten mit einem Bußgeld von 1,5 Mio. Euro teuer zu stehen kam (pressetext berichtete: http://pte.at/pte.mc?pte=080911041), zu schweren Image-Schäden. "In Zukunft kehren die Billiganbieter wohl verstärkt zu ihren Wurzeln, dem Hard-Discount, zurück. Gleichzeitig werden immer mehr Soft-Discounter mit größerer Auswahl, höherwertigen Produkten oder originelleren Einkaufserlebnissen auf die gestiegenen Ansprüche ihrer Kunden reagieren", so das GDI. Verschiedene Marktwerber ließen sich so nicht mehr nur anhand von Preisunterschieden, sondern auch aus Qualitätsgründen deutlich voneinander unterscheiden. Zudem sei zu erwarten, dass auch Billigläden künftig auf eine höhere Markenvielfalt setzen und Herstellermarken anstatt kopierter Produkte als Wachstumsmotor nutzen. Das Angebot werde anhand neuer Dienstleistungsangebote und "radikaler Preismodelle" auch im Non-Food-Bereich ausgebaut. In jedem Fall müssen Discounter in Zukunft versuchen, anfallende Kosten gering zu halten - speziell beim Personal, wie das GDI betont. Schlechte Arbeitsbedingungen würden sich jedoch wiederum negativ auf das Image auswirken. Dagegen sollen neue Technologien wie Self-Checkout-Kassen, verbesserte Kühltechniken oder eine energieeffizientere Bauweise Abhilfe leisten. Als Arbeitsmarktmotor dürften sich die Discounter aber auch in Zukunft nicht erweisen. (Ende)
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