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pte20080902010 Medizin/Wellness, Kultur/Lifestyle
Ältere Väter zeugen eher manisch-depressive Kinder
Risiko steigt ab 55 Jahren deutlich an

Stockholm (pte010/02.09.2008/10:00) - Ältere Väter bekommen eher Kinder, die an einer bipolaren Störung erkranken. Das Risiko für diese manisch-depressive Erkrankung steigt bereits, wenn Männer bei der Familiengründung älter als 29 Jahre sind und ist bei Vätern über 55 Jahren am höchsten. Zu diesem Ergebnis ist eine Studie des Karolinska Institutet http://ki.se gekommen. Das Team um Emma Frans geht davon aus, dass das Risiko zumindest teilweise durch das Älterwerden des Spermas bedingt ist. Ein höheres Alter des Vaters wurde bisher bereits mit Schizophrenie und Autismus in Zusammenhang gebracht. Die in den Archives of General Psychiatry http://archpsyc.ama-assn.org veröffentlichte Studie stellt erstmals einen Zusammenhang mit bipolaren Störungen her.

Anders als Frauen, die mit einer bestimmten Anzahl von Eizellen auf die Welt kommen, produzieren Männer ihr Leben lang Sperma. Dabei wird DANN kopiert, ein Vorgang, der fehleranfällig sein kann. Vor allem dann, wenn Männer älter werden, betonen die Wissenschaftler. Aus diesem Grund beeinflusste das Alter der Mütter das Risiko einer bipolaren Störung deutlich weniger. Für die Studie wurden 13.428 Patienten aus schwedischen Aufzeichnungen ermittelt, die an einer bipolaren Störung leiden. Für jeden dieser Teilnehmer wurden nach dem Zufallsprinzip fünf gesunde Kontrollpersonen gleichen Alters und Geschlechts ausgewählt.

Nachdem andere Faktoren wie das Alter der Mutter, die Anzahl der Geschwister und die medizinische Familiengeschichte berücksichtigt worden waren, zeigte sich ein klarer Zusammenhang zwischen dem Erkrankungsrisiko und dem Alter des Vaters. Je älter der Vater war, desto höher war das Risiko. Die Kinder von Vätern über 55 Jahren verfügten über ein 1,37 Mal höheres Risiko als jene von Vätern zwischen 20 und 24 Jahren. Allein in Großbritannien leiden laut BBC rund eine halbe Million Menschen an einer bipolaren Störung. Abgesehen von einer entsprechenden Vorgeschichte in der Familie wurden bisher nur wenige Risikofaktoren identifiziert.

(Ende)

Aussender: pressetext.austria
Ansprechpartner: Michaela Monschein
Tel.: +43-1-81140-0
E-Mail:
pressetext.austria
   
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