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pte20080821012 Unternehmen/Finanzen, Handel/Dienstleistungen
Aldi und Lidl in Expansionslaune
Discounter nutzen Konjunkturflaute, profitieren aber nicht überall
Deutsche Discounter auf Expansionskurs (Foto: lidl.de)
Deutsche Discounter auf Expansionskurs (Foto: lidl.de)

Essen/Mülheim/Neckarsulm (pte012/21.08.2008/11:35) - Die Einzelhandelsketten Aldi http://www.aldi.de und Lidl http://www.lidl.de drängen verstärkt ins Ausland und erobern fremde Märkte. Vor dem Hintergrund der anhaltenden Konjunkturflaute in vielen westeuropäischen Ländern sowie den Geldsorgen und Inflationsängsten der Verbraucher eröffnen sich für die Discounter vielversprechende Optionen, ihre Marktanteile international zu erhöhen. Selbst im stark umkämpften britischen Einzelhandelsgeschäft verzeichnen die Unternehmen dem Economist zufolge ein schnelleres Wachstum als die Konkurrenz. Dabei befinden sich die Einzelhandelsumsätze auf der Insel im Sinken. Der Statistikbehörde National Statistics nach hat die Branche im Juni mit minus 3,9 Prozent gegenüber dem Vormonat den größten Einbruch seit Beginn der Aufzeichnungen 1986 erlebt, berichtet etwa die Süddeutsche Zeitung. Ein Erfolg für die Billig-Versorger stellt sich jedoch nicht in allen Ländern ein.

Die Gesellschaften Aldi Süd und Aldi Nord, die sich den nationalen sowie den internationalen Markt geografisch teilen, stehen hierzulande bereits vor einem Wachstumsproblem politischer Natur. "Aufgrund der Baunutzungsverordnung ist es dem Unternehmen kaum noch möglich, seine Filialexpansion weiter fortzusetzen", meint Patrick Müller-Sarmiento, Einzelhandelsexperte bei der Unternehmensberatung Roland Berger http://www.rolandberger.com , gegenüber pressetext. Im Zuge der internationalen Expansion profitieren hingegen sowohl Aldi als auch Lidl vom Preisniveau der Konkurrenz. Angesichts der wirtschaftlichen Turbulenzen in vielen Ländern wechseln die Verbraucher zunehmend zu Billig-Angeboten anstatt traditioneller Anbieter und Produkte. So kristallisiert sich der Faktor Preis gegenüber der Marke immer deutlicher als entscheidendes Kaufkriterium heraus (pressetext berichtete: http://pte.de/pte.mc?pte=080815013).

Derzeit verzeichnen Aldi und Lidl in Großbritannien dem britischen Marktforscher TNS zufolge Marktanteile von 2,9 bzw. 2,3 Prozent, während die Marktführer Tesco (31,2 Prozent) und Asda (16,8 Prozent) noch unangefochten an der Spitze liegen. Wie das Handelsblatt berichtet, gelingt den Discountern eine Aufholjagd in britischer Manier allerdings nicht auf allen Zielmärkten. So musste sich Lidl aus dem traditionsreichen norwegischen Einzelhandel zurückziehen. Die dortigen Händler hätten eine erfolgreiche Abwehrkampagne gestartet und das Unternehmen zum Verkauf ihrer 50 Läden und 75 Mio. Euro schweren Kette getrieben. Ebenso gelten Schweden und das Baltikum als Verlustbringer für den Discounter. Während sich Lidl auf den Markteintritt in den USA vorbereitet und Aldi bereits erfolgreich in Ländern wie Australien, Dänemark, Frankreich, Portugal, Polen oder auch Griechenland vertreten ist, scheint sich der spanische Markt für die beiden Billigketten als Sorgenkind zu entpuppen. Die Entwicklung in Großbritannien sieht derzeit noch vielversprechend aus. Marktführer Tesco soll jedoch bereits an einer Strategie arbeiten, eigene Billigmärkte einzuführen, um Marktanteile zurückzugewinnen.

(Ende)

Aussender: pressetext.deutschland
Ansprechpartner: Manuel Haglmüller
Tel.: +43-1-811-40-315
E-Mail:
pressetext.deutschland
   
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