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pte20080819037 Unternehmen/Finanzen, Handel/Dienstleistungen
Postbank-Verkauf auf Eis gelegt
Deutsche Post: "Wir stehen nicht unter Zeitdruck"
Stillstand im Postbank-Verkauf (Foto: postbank.de)
Stillstand im Postbank-Verkauf (Foto: postbank.de)

Bonn (pte037/19.08.2008/16:12) - Im Verkaufsprozess der Postbank durch die Deutsche Post http://www.deutschepost.de herrscht derzeit Stillstand. Nachdem Vorstandsvorsitzender Frank Appel gestern, Montag, eine Entscheidung über die Zukunft der Postbank "in absehbarer Zeit" angekündigt hatte (pressetext berichtete: http://pte.at/pte.mc?pte=080818009), scheinen dem Konzern mittlerweile die Interessenten abhanden gekommen zu sein. Vor wenigen Wochen hatte bereits die britische Lloyds TSB abgewunken. Einem Bericht der Financial Times Deutschland (FTD) zufolge ist heute, Dienstag, auch die Deutsche Bank aus dem Bieterwettstreit ausgeschieden. "Ein Verkauf ist nur eine Möglichkeit für die Zukunft der Postbank", entgegnet Deutsche-Post-Sprecherin Silje Skogstad auf Anfrage von pressetext.

Post-Chef Appel zufolge seien nur wenige potenzielle Interessenten in der Lage, sich die Postbank leisten zu können. Das Problem sei auf die Auswirkungen der Finanzkrise zurückzuführen. Zudem werde die Postbank nicht unter ihrem Wert verkauft. Derzeit hält die Deutsche Post 50 Prozent plus eine Aktie an der Konzerntochter. Eine Entscheidung über die Zukunft der Postbank liege jedoch noch nicht vor. "Wir befinden uns in einem ergebnisoffenen Prozess und stehen nicht unter Zeitdruck", heißt es von Skogstad im Gespräch mit pressetext.

Die Deutsche Bank sei das letzte Institut gewesen, das sich in intensiven Gesprächen mit der Post über einen Kauf der Bankentochter befunden habe. "Es gibt keine Verhandlungen mit der Deutschen Bank mehr. Vor allem die Vorstellungen über den Preis klafften zu weit auseinander", zitiert die FTD eine mit den Gesprächen vertraute Person. Dadurch habe das größte deutsche Institut das Interesse an der Akquisition verloren und der Verkaufsprozess sei zum Stillstand gekommen. Nach pressetext-Informationen ist auch eine bereits diskutierte gemeinsame Postbank-Führung durch ein Dreier-Gespann aus Commerzbank, Dresdner Bank und Postbank (pressetext berichtete: http://pte.at/pte.mc?pte=080605015) undenkbar. Völlig gestoppt sei der Verkauf der Postbank zwar noch nicht, der Prozess würde jedoch brach liegen, womit die Zukunft der Postbank vorerst ungewiss bleibt.

(Ende)

Aussender: pressetext.deutschland
Ansprechpartner: Manuel Haglmüller
Tel.: +43-1-811-40-315
E-Mail:
pressetext.deutschland
   
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