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Mo, 13.02.2012
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pte20080814013 Unternehmen/Finanzen, Umwelt/Energie
RWE: Jahresprognose trotz Gewinnrückgang bekräftigt
Großhandelsgeschäft sowie Emissionshandel-Richtlinien belasten
RWE legt gemischte Zahlen vor (Foto: pixelio.de, Makrohelmut)
RWE legt gemischte Zahlen vor (Foto: pixelio.de, Makrohelmut)

Essen/München (pte013/14.08.2008/11:05) - Deutschlands zweitgrößter Energieversorger RWE http://www.rwe.de hat in den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres zwar weniger verdient, bekräftigt jedoch die eigenen Zielvorgaben für 2008. Wie das Unternehmen heute, Donnerstag, bekannt gab, sank vor allem das betriebliche Ergebnis aufgrund rückläufiger Zahlen in der Handelssparte um acht Prozent auf 3,93 Mrd. Euro. Somit brach der RWE-Nettogewinn gegenüber dem Vorjahr um 56 Prozent auf 1,15 Mrd. Euro ein. Analysten hatten im Vorfeld der nun präsentierten Zahlen mit einem Wert von rund 1,5 Mrd. Euro gerechnet. Mit 13 Prozent höheren Erlösen von 24,7 Mrd. Euro lag das Unternehmen aber über den Erwartungen der Branchenexperten. Gekürzte Netzentgelte, verschärfte Rahmenbedingungen für den Emissionshandel und ein schwächeres Großhandelsgeschäft bei Strom und Gas hatten RWE zuletzt merklich zu schaffen gemacht.

"Alles in allem sind die Zahlen trotz der Probleme im Trading-Segment immer noch recht gut ausgefallen", so WestLB-Analyst Peter Wirtz gegenüber pressetext. Ein wesentlicher Grund für den Gewinneinbruch dürfte neben den Inlandsbelastungen aber auch der enttäuschende Verkauf der US-Wassertochtergesellschaft American Water sein (pressetext berichtete: http://pressetext.at/pte.mc?pte=080515029). Wegen unerwartet hoher Abschreibungen auf das Unternehmen musste RWE für das erste Quartal beim Gewinn einen Rückgang um 49 Prozent verkraften. Demnach sank der Überschuss in den ersten drei Monaten von 1,57 Mrd. auf 0,81 Mrd. Euro. "Dieser Verkauf hat, wenn überhaupt, nur in absoluten Zahlen einen Effekt auf die Bilanz. Die verhaltene Resonanz stellt sich eher vor dem Hintergrund dar, dass die vom neuen Management ausgegebenen Erwartungen nicht bestätigt werden konnten", fügt Wirtz hinzu.

Trotz der Handelsprobleme gibt sich Unternehmenschef Jürgen Großmann optimistisch. Den Betriebsgewinn will der Manager mindestens auf Höhe des Vorjahres halten, wobei auch der nachhaltige Überschuss des Unternehmens um mehr als zehn Prozent angehoben werden soll. Von der Financial Times Deutschland zitierte Analysten der Unicredit erwarten für 2008 einen EBITDA-Anstieg um 3,6 Prozent auf 6,77 Mrd. Euro. Unterdessen sprechen Händler Medienberichten nach von "gemischten Zahlen". Gerade beim Vergleich der Daten mit denen des Rivalen E.ON schneidet RWE massiv schlechter ab, heißt es in einem ARD-Bericht. So sei das Zahlenwerk bei Weitem nicht so gut ausgefallen wie das des Wettbewerbers, was den Titel belasten könnte.

E.ON konnte seinen Überschuss in den ersten sechs Monaten um acht Prozent auf 3,3 Mrd. Euro steigern. Zuversichtlich stimmt die RWE-Führung mit Blick auf die Entwicklung für das zweite Halbjahr, dass man den Kundenverlust im deutschen Stromgeschäft stoppen konnte. In den vergangenen drei Monaten erreichte man eigenen Angaben nach eine fast ausgeglichene Bilanz bei Haushaltskunden. Für die kommenden sechs Monate strebt RWE danach, neben einer Neukundengewinnung auch für Gas ab September dieses Jahres neue Festpreisprodukte anzubieten. Außerdem kündigte Großmann die Ausweitung des Sparprogramms an, das Einsparungen von 1,2 Mrd. Euro bis 2012 beinhaltet. "Das machen derzeit alle großen Unternehmen und dies trägt zur Verschlankung bei", so Wirtz abschließend gegenüber pressetext.

(Ende)

Aussender: pressetext.deutschland
Ansprechpartner: Florian Fügemann
Tel.: +43-1-81140-305
E-Mail:
pressetext.deutschland
   
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