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pte20080812017 Unternehmen/Finanzen, Handel/Dienstleistungen
UBS reagiert mit Umbau auf Verluste
Schweizer Großbank setzt Stellenabbau fort
Zürich (pte017/12.08.2008/11:23) - Die Schweizer Großbank UBS http://www.ubs.com hat als Reaktion auf weitere Abschreibungen in Mrd.-Höhe und Verluste im zweiten Quartal weitreichende Umstrukturierungen der Konzernstruktur angekündigt. Faule US-Kredite bescherten dem Institut erneut Abschreibungen in Höhe von 5,1 Mrd. Franken. Die Verluste im zweiten Quartal lagen mit 358 Mio. Franken (rund 220 Mio. Euro) zwar im Bereich der Erwartungen, das Ergebnis wurde jedoch von einer Steuergutschrift geschönt. In Zukunft wird die Bank dem UBS-Verwaltungsratspräsidenten Peter Kurer zufolge in die drei autonomen Geschäftsbereiche Private Banking, Asset Management und Investmentbanking aufgeteilt. Diese sollen künftig selbstverantwortlich geführt werden und über höheren operativen Entscheidungsspielraum verfügen. Verkaufsgerüchte der UBS-Investmentsparte (pressetext berichtete: http://pte.at/pte.mc?pte=080320016) wurden neuerlich entkräftet. Durch die Neupositionierung und -gliederung verspricht sich die Bank höhere Transparenz und strategische Flexibilität. Die Ertragskraft soll durch eine bereichsübergreifende Zusammenarbeit maximiert werden. Gleichzeitig reagiert die Bank auf "Schwächen der integrierten Konzernführung. Einige dieser Schwächen, etwa das Verwischen des tatsächlichen Risiko-Rendite-Profils einzelner Aktivitäten, haben sich als Quelle substanzieller Risiken erwiesen, wie sich in den vergangenen Monaten herausgestellt hat. Andere Eigenheiten des integrierten Modells führten zu schwerfälligen und in ihrer Komplexität unnötigen Prozessen innerhalb der Bank", so Kurer. Das Management der Bank, das aufgrund hoher Löhne angesichts der Krise in die Kritik geraten war, soll nicht verändert werden. Im Zuge des Umstrukturierungsprozesses seien Wechsel jedoch nicht auszuschließen. In das Vermögensverwaltungsgeschäft will die UBS künftig weltweit stark investieren. Im zweiten Quartal wiesen die beiden Divisionen Nettoneugeldabflüsse in Höhe von 17,3 Mrd. Franken auf. Zusätzlich verzeichneten Business Banking Schweiz Abflüsse über zwei Mrd. Franken und das Global Asset Management einen Nettoabfluss von 24,5 Mrd. Franken. Im zweiten Halbjahr sieht die UBS keine Verbesserung des negativen Finanzmarkt- und wirtschaftlichen Umfelds. Daher kündigt die Bank an, mit dem Abbau des Personalbestands, der Kosten- und Risikopositionen weiter fortzufahren. Im vergangenen zweiten Quartal hatte sich die Mitarbeiterzahl bereits um 2.387 Angestellte verringert. Der größte Anteil des Stellenabbaus entfiel auf die angeschlagene Investmentsparte der Bank. (Ende)
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