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Sa, 11.02.2012
pte20080812002 Medien/Kommunikation, Handel/Dienstleistungen
Österreichs Werbebranche trotzt Wirtschaftsflaute
EM und Nationalratswahl lassen auf positives Werbejahr 2008 hoffen
Wien (pte002/12.08.2008/06:05) - Während in den USA und Deutschland die Werbebranche aufgrund des derzeit schwachen wirtschaftlichen Umfelds zunehmend unter Druck gerät, können ihre österreichischen Vertreter weiterhin auf einen positiven Abschluss des Gesamtwerbejahres 2008 hoffen. Mitverantwortlich für die deutlich besseren Aussichten sind dabei vor allem nationale Sonderimpulse wie die kommende Nationalratswahl und die zurückliegende Fußball-Europameisterschaft. Zu diesem Schluss kommt der aktuelle Branchenbericht der Bank Austria Volkswirtschaft http://www.bankaustria.at . Demnach sollten diese beiden Ereignisse stark genug sein, um das schwächere Wirtschaftswachstum ausgleichen und der Branche bis zum Ende des Jahres eine Umsatzsteigerung von fünf bis sieben Prozent ermöglichen zu können. Zuletzt haben Werbung und Marktkommunikation mit rund 20.000 Beschäftigten einen Umsatz von 4,2 Mrd. Euro erzielt. "Die Werbeausgaben sind eng an die Wirtschaftsentwicklung gekoppelt und mit dem Konjunkturaufschwung in den vergangenen zwei Jahren wieder kräftig angestiegen", heißt es in dem Bericht. So sei 2006 und 2007 um durchschnittlich sieben Prozent pro Jahr mehr für Werbung ausgegeben worden. Im Vorjahr waren das 2,5 Mrd. Euro für Werbeeinschaltungen in der Presse, im TV und auf Plakaten und weitere 0,6 Mrd. Euro für Direkt-Marketing-Maßnahmen wie Prospekte und Direct Mails. "2008 wird die Werbekonjunktur trotz schwächerem Wirtschaftswachstum wenig an Tempo verlieren, auch weil die Euro und die bevorstehende Nationalratswahl für Sonderimpulse sorgen", erklärt Stefan Bruckbauer, stellvertretender Chef-Volkswirt der Bank Austria, auf Nachfrage von pressetext. Diese beiden Ereignisse würden die Ausgaben für Werbung im aktuellen Geschäftsjahr stark ansteigen lassen und somit insgesamt dazu beitragen, das schwache wirtschaftliche Umfeld auszugleichen. Dem aktuellen Bericht zufolge sind die Werbeausgaben bis zum Mai 2008 bereits um sieben Prozent gestiegen. "Im Gesamtjahr sollte ebenfalls ein Wachstum von fünf bis sieben Prozent möglich sein", betont Bruckbauer. Erst 2009 werde sich die Werbekonjunktur voraussichtlich deutlich abkühlen. "Mit einem erwarteten Wachstum von weniger als vier Prozent verringert sich auch der Anteil der Werbeausgaben am Bruttoinlandsprodukt (BIP) zum ersten Mal seit 2001 wieder", stellt die Bank Austria Volkswirtschaft fest. Der Indikator zeige, dass im internationalen Vergleich in Österreich noch relativ wenig für Werbung und Marktkommunikation ausgegeben wird. In den USA seien es immerhin 2,2 Prozent vom BIP und auch in Deutschland noch 1,3 Prozent, trotz der langen Konjunkturschwäche. "Die Entwicklung zeigt, dass der steigende Kostendruck der Unternehmen zunehmend auch die eigenen Werbeabteilungen erreicht hat und sich dort in sinkenden Werbebudgets niederschlägt", meint Bruckbauer. Die entsprechenden Budgets für 2009 würden deshalb aller Wahrscheinlichkeit nach nicht sonderlich offensiv ausfallen. Das größte Wachstumspotenzial weise zur Zeit der Werbeträger Internet auf. "Online-Werbung liegt eindeutig im Trend. Während die klassischen Medien relativ gesehen Anteile einbüßen, legt der Internet-Werbemarkt deutlich zu", schildert Bruckbauer. Derzeit mache dieser Sektor in Österreich aber erst 2,1 Prozent des gesamten Werbevolumens aus. "Trotz der starken Zuwächse bei Online-Werbung wird dieser Werbeträger in absehbarer Zeit noch nicht zu den traditionelleren Bereichen aufschließen können", so Bruckbauer abschließend. (Ende)
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