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Mo, 13.02.2012
pte20080808015 Computer/Telekommunikation, Medien/Kommunikation
Googles Android kämpft mit Hersteller-Verzögerungen
Entwickler-Zustrom leidet unter Toolkits der Konkurrenz
New York (pte015/08.08.2008/12:25) - Googles Handy-Bestrebungen könnten einen Dämpfer bekommen, indem erste Android-Modelle erst Anfang 2009 auf den Markt kommen. Schwierigkeiten mit dem Handy-Hersteller HTC sollen dafür verantwortlich sein, berichtet das zur Dow-Jones-Gruppe gehörende Finanzmagazin Barron's unter Berufung auf Trip Chowdhry, Analyst bei Global Equities Research http://www.globalequitiesresearch.com . Probleme mit den erforderlichen Features und Forderungen nach Einnahme-Garantien seien Hürden, die zu überwinden sind. "Wir glauben weiterhin, dass HTC noch in diesem Jahr ein Gerät auf den Markt bringt, während Samsung und LG ihre Handsets auf Anfang nächsten Jahres verschoben haben", meint dagegen Carolina Milanesi, Research Director Mobile Devices bei Gartner, gegenüber pressetext. Android könnte aber auch damit zu kämpfen bekommen, dass sich Entwickler verstärkt auf andere Plattformen konzentrieren. HTC habe strukturelle Probleme damit, das von Google geforderte Feature-Set in seine Handsets zu integrieren, fordere aber seinerseits Sicherheiten für garantierte Mindesteinnahmen vom IT-Riesen, so Chowdhry. "Wahrscheinlich glaubt HTC nicht, dass es genug Nachfrage nach dem Gphone geben wird", lautet der Schluss des Analysten. Der Start von Android-Handys könnte sich daher auf das späte erste Quartal 2009 verschieben. "HTC erwartet den Launch des ersten Android-basierten Gerätes im 4. Quartal", bekräftigte das Unternehmen heute Vormittag und bestätigte somit Milanesis Einschätzung. Die Analystin hatte HTC schon zum GSM World Congress im Februar in der Favoritenrolle im Rennen um die ersten Android-Handys gesehen. Chowdhry zufolge soll Android aber auch mit mangelndem Interesse durch Software-Entwickler zu kämpfen haben. Toolkits von Microsoft, Apple, Research in Motion und Nokias Symbian-Gruppe hätten die Entwickler in den Bann anderer Plattformen - also Windows Mobile, iPhone, Blackberry und Symbian - gezogen. Allerdings hatte die erste Phase der Android Developer Challenge beachtliche 1.788 Teilnehmer, was beispielsweise ABI-Analyst Stuart Carlaw gegenüber pressetext als lohnend für Android bezeichnet hat (http://pte.at/pte.mc?pte=080604001). Speziell die von Nokia angekündigte Öffnung von Symbian sieht Milanesi noch nicht als großen Faktor. "Wenn das 2010 kommt, hat Android ein Zeitfenster, das auch mit Produkten Anfang 2009 noch ausgenutzt wird", so die Gartner-Analystin. Sollte Android entgegen HTCs Ankündigung doch komplett das diesjährige Weihnachtsgeschäft verpassen, würde auch das nicht unbedingt Probleme bedeuten. "Endkunden interessieren sich nicht für die Plattform an sich", erklärt Milanesi. Die Faktoren des Funktionsumfangs und des Preises würden letztendlich den Ausschlag geben. (Ende)
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