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Di, 22.05.2012
pte20080806002 Unternehmen/Finanzen, Handel/Dienstleistungen
Flugzeugfonds trotz Airlinekrise Verkaufsschlager
Hohe Kerosin- und Rohstoffkosten trüben Anlegerstimmung nicht
Bad Homburg/Dortmund/Frankfurt (pte002/06.08.2008/06:00) - Geschlossene Flugzeugfonds entpuppen sich trotz des schwierigen Marktumfeldes steigender Kerosin- und Rohstoffpreise bei einem Großteil der Anleger als Verkaufsschlager. So erlebten die Initiatoren dieses Beteiligungstyps im ersten Halbjahr 2008 mit 470 Mio. Euro platzierten Eigenkapitals einen wahren Absatzboom. Einer aktuellen Erhebung der Ratingagentur Feri http://www.feri.de nach entspricht dieser Wert gegenüber den ersten sechs Monaten des Vorjahres einem Plus von 438 Prozent. Die durchgeführte Zahlenerhebung kommt dabei zu dem Schluss, dass Flugzeugfonds nach wie vor im Trend liegen - auch trotz der Diskussion um die hohen Kerosinpreise sowie Auslastungsprobleme bei einzelnen Fluggesellschaften. "Das Wartungs- und Betriebskostenrisiko liegt beim Leasingnehmer. Die hohen Kerosinkosten belasten die Fonds nicht direkt, können aber langfristig dafür verantwortlich sein, dass der Leasingnehmer ausfällt. Dann müsste ein neuer gefunden werden, was den aktiven Initiatoren mit ihrer Erfahrung bzw. mithilfe der involvierten Asset Manager möglich sein sollte", unterstreicht Feri-Ratinggeschäftsleiter Wolfgang Kubatzki auf Nachfrage von pressetext. Laut dem Experten handle es sich bei den Assets zudem um neue Flugzeugmodelle, welche in vielerlei Hinsicht ökonomischer sind und sich zum Beispiel bei der Wartung zeigt. "Ferner ist der Bedarf an Flugzeugen gestiegen und der Flugverkehr weist künftige Wachstumsraten in Höhe von durchschnittlich rund fünf Prozent auf", ergänzt Kubatzki. Noch Mitte Juni hat der Luftfahrtverband International Air Transport Association (IATA) http://www.iata.org für 2008 vor einem Verlust von zehn Mrd. Dollar sowie einer Pleitewelle in der Branche gewarnt (pressetext berichtete: http://www.pte.at/pte.mc?pte=080618025). Inzwischen haben sich die Wogen zwar geglättet, die Brisanz der hohen Kerosinpreise lastet aber nach wie vor schwer auf den Fluggesellschaften. So geht der Verband der Fluggesellschaften für das laufende Geschäftsjahr von einem Verlust von 2,3 Mrd. Dollar aus. 2007 wurde hingegen noch ein Plus von 5,6 Mrd. Dollar verbucht. Von diesen Voraussagen unbeirrt zeigt sich die Beteiligungsbranche. Vor allem der Platzierungserfolg des Dortmunder Initiators Dr. Peters stärkte das Vertrauen der Anleger in geschlossene Flugzeugbeteiligungen nachhaltig. Ein Dr.-Peters-Fonds mit dem Riesen-Airbus A380 war im März bereits einige Stunden nach dem offiziellen Launch ausverkauft. Seither springt eine zunehmende Zahl von Fondsanbietern auf den sich abzeichnenden Trend auf. Einer aktuellen Analyse der Ratingagentur Scope nach waren Flugzeugfonds im Schnitt innerhalb von nur drei Monaten ausplatziert. Über sämtliche Fondskategorien hinweg dauert die Platzierung durchschnittlich neun Monate. Alles in allem sammelten die Anbieter von geschlossenen Fonds inklusive der Flugzeugbeteiligungen laut Feri im ersten Halbjahr 2008 rund 5,4 Mrd. Euro ein, das sind 14 Prozent weniger als noch im Vorjahreszeitraum. Obwohl sich Anleger bei Private-Equity-Investitionen sowie Immobilien wegen der Finanzkrise verhalten gezeigt haben, sammelten Schiffsfonds unverändert viel ein. Trotzdem das platzierte Eigenkapital im laufenden Fondsgeschäftsjahr merklich gesunken ist, ging das Fondsvolumen nur um 9,5 Prozent zurück. Die Anbieter mussten tendenziell etwas mehr Fremdkapital einsetzen als noch im ersten Halbjahr 2007. Die Fremdkapitalquoten in den beiden dominierenden Anlageklassen Immobilien- und Schiffsfonds blieben der Analyse nach jedoch weitestgehend stabil. Deshalb dürfte auch die gesunkene Bedeutung der Private-Equity-Fonds für die höhere Fremdkapitalquote verantwortlich sein. Private-Equity-Fonds arbeiten in der Regel ohne Fremdkapital. Vielmehr nehmen erst Zielfonds Schulden auf, um die Rendite zu hebeln. (Ende)
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