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Mo, 13.02.2012
pte20080731001 Unternehmen/Finanzen, Handel/Dienstleistungen
Südostasien als Goldgrube für Unternehmen
Lohn- und Rohstoffkosten sowie Standortvorteile ausschlaggebend
Köln/Hamburg/Wien (pte001/31.07.2008/06:00) - Trotz der US-Wirtschaftskrise bieten sich auch weiterhin gute Chancen für Unternehmen in südostasiatischen Ländern wie Indonesien, Malaysia oder den Philippinen (ASEAN). Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Untersuchung des Kreditversicherers Atradius http://www.atradius.de , die in Zusammenarbeit mit der Economist Intelligence Unit, der Forschungsabteilung des britischen Wochenmagazins The Economist, durchgeführt wurde. Demnach erwarten 15 Prozent der 364 befragten Führungskräfte aus dem operativen Geschäft in Südostasien trotz des globalen Wirtschaftsabschwungs in den kommenden drei Jahren einen Umsatzanstieg von jährlich über 25 Prozent - im Vergleich zu den Vorjahren sind dies doppelt so viele Unternehmen. Ein weiteres Fünftel der Befragten rechnet für den gleichen Zeitraum sogar mit einem jährlichen Gewinnzuwachs von 16 bis 25 Prozent. "Durch das rapide Wachstum der Region in den letzten fünf Jahren haben Verbraucher mehr Geld in den Taschen. Damit sind die Inlandsmärkte der Region viel attraktiver für westliche Unternehmen, die neue Märkte mit hohem Wachstumspotenzial suchen", sagt Franz Maier, Generaldirektor Atradius Österreich, auf Nachfrage von pressetext. Dem Experten nach kann diese Chance vor allem dann leicht zur Falle werden, wenn wichtige Informationen zu neuen Geschäftspartnern fehlen und Zahlungen ausbleiben. "Gerade beim Eintritt in neue Märkte ist es daher umso wichtiger, sich gegen Zahlungsausfälle abzusichern", meint Maier. Hinsichtlich der Motivation für viele europäische und US-amerikanische Unternehmen sind hingegen auch Kostenfaktoren ausschlaggebend. "Die ASEAN-Staaten unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Standortfaktoren, wie den Rohstoffvorkommen und den geringeren Personalkosten erheblich von Europa und den USA", heißt es hingegen von einer ASEAN-Expertin gegenüber pressetext. Der Trend, dass viele Unternehmen diese Region ernsthaft in Betracht ziehen, zeigt sich vor allem in dem hohen Zustrom an Auslandskapital. Der ASEAN-Expertin und Regionalmanagerin eines deutschen, auf den südostasiatischen Raum spezialisierten Vereins nach seien standortbedingte Anreize jedoch nicht generalisierend auf alle ASEAN-Staaten anzuwenden. "So gibt es teilweise bürokratische sowie steuerliche Erleichterungen für Unternehmen, die sich niederlassen wollen." Zudem seien vielerorts spezifische Industriezonen eingerichtet, die eine Ansiedlung schnell möglich machen. Ob und inwieweit ein Unternehmen expandieren will, sei jedoch auch von der Branche und deren Zulieferindustrie abhängig, so die Fachfrau weiter. Laut den Experten liegt die Profitabilität in den ASEAN-Ländern mittlerweile über der in China. Angesichts dieser Entwicklung gehen die meisten Unternehmen jedoch davon aus, dass der gegenwärtige Konjunkturrückgang in den USA auch in der ASEAN-Region im kommenden Jahr ankommen wird. Bei der Auswertung der Befragung der Führungskräfte, die ihren Firmenhauptsitz in Europa und den Vereinigten Staaten haben, stellte man auch fest, dass die negativen Entwicklungen in den westlichen Industrienationen viele Betriebe aktiv werden lässt, über eine Verlagerung nachzudenken. Als Grund werden der kontinuierliche Rückgang der heimischen Märkte sowie der demografische Trend in den etablierten Industrienationen genannt. Da sich in den ASEAN-Staaten für die Unternehmen zunehmend positive Wachstumschancen bieten, ändert sich das Risiko-Chance-Profil erheblich. "Bürokratie, der unzureichende Schutz von Eigentumsrechten, Korruption, eine schwache Corporate Governance und die fehlende Infrastruktur sind die wichtigsten Hemmschwellen für den Eintritt in diese Märkte. Diese Risiken werden oft unterschätzt", erläutert Maier auf Nachfrage von pressetext. Zwar sei China für viele operativ tätigen Gesellschaften zwar noch immer die Basis. Aufgrund der steigenden Lohn- und Rohstoffkosten würden viele Unternehmen jedoch verstärkt dazu übergehen, ihre eigenen Wachstumspläne zu überdenken und auf eine "China-plus-eins-Strategie" setzen. (Ende)
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