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Sa, 26.05.2012
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pte20080719007 Medien/Kommunikation, Politik/Recht
Björk-Eklat: China verbannt unbequeme Musiker
Tibet-Bekundungen während Konzert sorgen für Verärgerung
Björk soll nicht mehr in China singen (Foto: bjork.com)
Björk soll nicht mehr in China singen (Foto: bjork.com)

Peking (pte007/19.07.2008/13:40) - Die chinesische Regierung will ausländische Musiker und Künstler, die "unangenehm" auffallen, des Landes verweisen. Unterhaltungskünstler, die an Events teilnehmen, die "eine Bedrohung für die nationale Staatshoheit" darstellen, würden in Zukunft aus China verbannt. Jeder Musiker, der während eines Auftritts Hass im Volk schüre, werde ebenfalls ausgewiesen, so das chinesische Kulturministerium. Wie BBC Online berichtet, erfolgte die Ankündigung infolge eines Konzerts der isländischen Sängerin Björk im März, die während ihres Auftritts in Shanghai "Tibet, Tibet" gerufen hatte.

Über die Unabhängigkeit Tibets zu sprechen bzw. diese öffentlich einzufordern, gilt als absolutes Tabu in China. "Jede künstlerische Gruppe sowie jede Person, die jemals Aktivitäten angeregt haben, die unsere Souveränität bedrohen, werden nicht hereingelassen", schreibt das Ministerium auf seiner Webseite. Das Verbot wurde zuletzt auch auf Künstler ausgeweitet, die eine "Gefahr für die nationale Gemeinschaft" darstellen. Außerdem soll all jenen Musikern und Gruppen der Zugang ins Land verwehrt bleiben, die Obszönitäten, Feudalismus und Aberglaube befürworten. Kulturelle Normen und die Glaubenspolitik Chinas zu verletzen ist ebenfalls untersagt.

Mit diesen Maßnahmen greift die berüchtigte chinesische Zensur erneut nicht nur innerhalb der eigenen Bevölkerung um sich(pressetext berichtete: http://www.pte.at/pte.mc?pte=080617033), sondern will auch Störgeräusche von außerhalb klar abschirmen. Björks Ausruf nach Beendigung ihres Songs "Declare Independence" habe das chinesische Gesetz gebrochen und die Gefühle der Bevölkerung verletzt, argumentiert die Regierung. In Zukunft sollen die Auftritte westlicher Musiker strenger kontrolliert werden.

Im Vorfeld der Olympischen Spiele verstärkt China nochmals seine Kontrollmaßnahmen. Das wirkt einerseits befremdlich, da die Regierung versprochen hatte, der Meinungsfreiheit genüge zu tun, soll andererseits aber aus Sicht der amtierenden Machthaber dazu dienen, Massenproteste im Umfeld des Sportereignisse zu vermeiden. Für den Zeitraum müssen Musiker und Bands gar vorab darum ansuchen, eine Zugabe spielen zu dürfen, wie das Ministerium für Kultur mitteilte.

(Ende)

Aussender: pressetext.austria
Ansprechpartner: Claudia Zettel
Tel.: +43-1-81140-314
E-Mail:
pressetext.austria
   
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