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Mi, 08.02.2012
pte20080717040 Unternehmen/Finanzen, Handel/Dienstleistungen
Analysten warnen vor Air-Berlin-Pleite
Hohe Treibstoffpreise setzen Fluglinien stark zu - Continental im Minus
Berlin (pte040/17.07.2008/15:34) - Analysten der Dresdner Kleinwort haben in einem Kommentar vor einer möglichen Pleite der zweitgrößten deutschen Fluggesellschaft Air Berlin http://www.airberlin.com gewarnt. Das neue Kursziel der Experten lautet statt bisherigen 5,80 Euro ernüchternde 0,00 Euro. Einem n-tv-Bericht zufolge sei Aktionären der Fluglinie ein Verkauf der Titel dringend angeraten. Der Air-Berlin-Kurs ist aufgrund der Bankrott-Warnung zwar kurzzeitig unter Druck geraten, erholte sich jedoch im Tagesverlauf überraschend schnell. Zu Redaktionsschluss dieser Meldung (15:30 Uhr) liegt das Papier mit einem Minus von 2,45 Prozent bei einem Wert von 3,58 Euro. Air Berlin signalisiert im Gespräch mit pressetext völliges Unverständnis für die Bewertung der Analysten und verweist auf die ausbleibende Reaktion an der Börse. Die Experten der Dresdner Kleinwort begründen ihren Kommentar hauptsächlich mit den derzeitigen Treibstoffkosten auf Rekordhoch. Das Unternehmen habe dem hohen Ölpreis nur wenig entgegenzusetzen. Schwächere Betriebe und solche mit einem hohen Anteil an Fremdkapital würden an finanziellen Problemen leiden. Getätigte Übernahmen würden in der Bilanz der Air Berlin in Form hoher Fremdkapitalanteile aufscheinen, wenngleich der Verzicht auf die Condor-Übernahme (pressetext berichtete: http://pte.at/pte.mc?pte=080711009) ein positives Signal gewesen sei. Die hohen Treibstoffpreise zeigen ihre Wirkung und drücken auch die Quartalszahlen der Continental Airlines ins Minus. Während die US-amerikanische Fluglinie im zweiten Quartal des Vorjahres noch einen Gewinn von 228 Mio. Dollar verbuchen konnte, liegt der Verlust 2008 bei drei Mio. Dollar (ohne Sonderposten minus 25 Mio. Dollar). Bei der Air Berlin sind aufgrund der Kerosinkosten keine Teuerungen der Flüge abzusehen und der Flugbetrieb wird in gewohntem Maße fortgesetzt, wie aus dem pressetext-Gespräch hervorgeht. Die Airline habe bereits im Juni Anpassungen bei ihren Maschinen sowie deren Gewicht durchgeführt und sei ständig bemüht, Optimierungen vorzunehmen. (Ende)
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