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Do, 17.05.2012
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pte20080717004 Medien/Kommunikation, Unternehmen/Finanzen
Junkfood-Werbung auf digitalen Schleichwegen
Konsumentenschützer kritisieren Fastfood-Konzerne
Schlechte Werbung für Kinder (Foto: Which?)
Schlechte Werbung für Kinder (Foto: Which?)

London/Wien (pte004/17.07.2008/06:15) - Konsumentenschützer in Großbritannien kritisieren die Werbeaktivitäten von Lebensmittel- und Fastfoodketten. Die Unternehmen - darunter McDonalds, Nestlé und Pepsi - würden ihr Versprechen brechen, bei Marketing, das auf Kinder abzielt, Verantwortung zu übernehmen, beklagt der britische Verband Which? http://www.which.co.uk . Laut eines aktuellen Berichts der Konsumentenschützer umgehen die Konzerne ihre selbst auferlegten Richtlinien und werben über digitale Kanäle bei Kindern für ihr Junkfood. Obwohl sich bei einzelnen Unternehmen im Vergleich zu früheren Untersuchungen Verbesserungen zeigten, nutzen viele immer noch die freizügigen Gesetzesbestimmungen aus und schalten "unverantwortliche" Werbung, die sich negativ auf das Ernährungsverhalten der Kinder auswirkt, heißt es in dem Bericht.

Die Marketingaktivitäten konzentrieren sich auf SMS-Botschaften, virale Promotion oder Social Networks, die von zahlreichen Jugendlichen und Kindern genutzt werden, berichtet der Guardian. Außerdem verwenden die Konzerne, die mit der Unterzeichnung eines EU-Versprechens freiwillig auf Werbung für unter Zwölfjährige verzichten wollten, weiterhin Cartoons oder Merchandise-Spielzeug in ihren Kampagnen. Zwar wurden auf Kinder ausgerichtete gesponserte Inhalte, wie zum Beispiel Games auf den Webseiten von Kellogs und Nestlé, eingeschränkt, dafür haben an anderer Stelle weniger deutlich erkennbare Marketingaktivitäten zugenommen. So kritisiert Which? zum Beispiel Mars und Pepsi dafür, Marken-Webseiten entwickelt zu haben, die häufig über Anzeigen mit Social Networks verlinkt sind. Pepsi steht auch für seine häufige Verwendung von Promi-Testimonials wie David Beckham in der Kritik, was bei Kindern ebenfalls große Wirkung hinterlässt.

Die Fastfoodketten McDonalds und Burger King wiederum müssten sich laut Which? besonders für das Gratis-Spielzeug zu Kinder-Kinohits verantworten, das regelmäßig mit dem Essen verteilt wird. "McDonalds ist ein verantwortungsvoller Werber und Marketer und unterliegt den strengsten externen sowie internen Richtlinien in Hinblick auf die Ansprache von Kindern mittels Werbung", hält McDonalds Österreich gegenüber pressetext dagegen. Daher richte sich die klassische Werbung weder audiovisuell noch im Printbereich an Kinder. "Auch von der Kontaktaufnahme via Handys oder von Kindern stark frequentierten Websites nehmen wir bewusst Abstand." Ziel sei es vielmehr, Kindern und Jugendlichen einen aktiven und ausgewogenen Lebensstil zu vermitteln.

Which? fordert für Großbritannien eine Ausweitung der Beschränkungen, die im TV das Werben mit besonders ungesunden Lebensmitteln bereits verbieten. Vertreter der Lebensmittelindustrie weisen den Which?-Bericht naturgemäß zurück. Die Richtlinien für Werbung seien bereits streng genug und würden deutlich weiter gehen als in den meisten Ländern der Welt. Laut einem Bericht der Advertising Standards Authority http://www.asa.org.uk vor einigen Monaten hat bislang tatsächlich kein Unternehmen gegen die geltenden Werbebeschränkungen verstoßen, die im vergangenen Jahr eingeführt bzw. verschärft wurden.

(Ende)

Aussender: pressetext.austria
Ansprechpartner: Claudia Zettel
Tel.: +43-1-81140-314
E-Mail:
pressetext.austria
   
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