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pte20080714019 Medizin/Wellness, Forschung/Technologie
Durchbruch im Kampf gegen Malaria
Australische Forscher finden potenzielle Angriffsmöglichkeiten
Kampf gegen gefährlichste Stechmücken-Erkrankung (Foto: Lutz Haberecht/pixelio)
Kampf gegen gefährlichste Stechmücken-Erkrankung (Foto: Lutz Haberecht/pixelio)

Melbourne/Wien (pte019/14.07.2008/12:09) - Australischen Forschern ist nach eigenen Angaben, ein Durchbruch im Kampf gegen die Malaria gelungen. Sie haben einen Schlüssel zu einem Haftmittel gefunden, der den Parasiten daran hindert wieder ausgeschieden zu werden. Wenn nur ein einziger dieser Bestandteile entfernt wird, wird der gesamte Prozess, bei dem der Mensch ja nur ein Zwischenwirt ist, aufgehalten, meinen die Wissenschaftler.

Das Forscherteam um Alan Cowman vom Walter and Eliza Hall Institute of Medical Research http://www.wehi.edu.au aus Melbourne ist der Überzeugung, dass ihre Entdeckung zur Schaffung neuer Medikamente gegen die in den tropischen Ländern weit verbreitete Erkrankung ist. Die Wissenschaftler haben acht Proteine entdeckt, die für das Ankleben der Parasiten auf die "gekidnappte" Zelle notwendig sind. "Wir blockieren die Virulenz oder die Kapazität des Parasiten, die die Erkrankung verursachen", so die Forscher. Typisch nach dem Stich einer Mücke ist der Befall der roten Blutkörperchen mit dem Erreger. Während bei den "gutartigen Malariaformen" selten über drei Prozent der roten Blutkörperchen befallen werden, sind der Vermehrung der Parasiten bei der Malaria tropica im Blut keine Grenzen gesetzt. Innerhalb weniger Tage können so mehr Blutkörperchen befallen werden, als der Mensch zu ertragen imstande ist.

"Wenn es gelingt dieses Anhaften zu verhindern, ist tatsächlich ein großer Schritt in der Malariabehandlung erreicht. Vor allem ließe sich damit der Schweregrad vermindern", so die Tropenmedizinerin und Impfexpertin Ursula Wiedermann-Schmidt vom Wiener Zentrum für Reisemedizin http://www.reisemed.at im pressetext-Interview. "Die gebündelten Erreger-Moleküle bilden so genannte Knobs, die in Blutgefäßen stecken bleiben und damit die Durchblutung verhindern." Diese sehen ähnlich aus wie Kugeln mit Stacheln daran. Diese Art des Befalls sei typisch für die schwerste Form der Malaria - der so genannten Malaria tropica. "Durch den herabgesetzten Sauerstofftransport in die Organe kann die Erkrankung zum Tod führen", so die Expertin abschließend. Jährlich sterben mindestens eine Mio. Menschen an den Folgen von Malaria. Viele der Opfer sind Kinder.

(Ende)

Aussender: pressetext.austria
Ansprechpartner: Wolfgang Weitlaner
Tel.: +43-1-81140-307
E-Mail:
pressetext.austria
   
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