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Sa, 26.05.2012
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pte20080711023 Medien/Kommunikation, Politik/Recht
FSM: Anstieg bei Beschwerden im ersten Halbjahr
Kinderpornographie häufigster Beschwerdegrund
Kinderpornographie häufigstes Beschwerdethema (Foto: pixelio.de/ S. Schniz)
Kinderpornographie häufigstes Beschwerdethema (Foto: pixelio.de/ S. Schniz)

Berlin (pte023/11.07.2008/15:10) - Die Beschwerden über jugendgefährdende Inhalte im Internet haben im vergangenen halben Jahr zugenommen. Das ist die Aussage der heute, Freitag, vorgestellten Halbjahresstatistik der Beschwerdestelle der Freiwilligen Selbstkontrolle Multimedia-Dienstanbieter (FSM) http://www.fsm.de . Danach wurden in den ersten sechs Monaten 898 Beschwerden eingereicht und somit der Höchststand aus dem vergangenen Jahr noch einmal um 18 Prozent übertroffen. "Schwerpunkt waren dabei auch in diesem Jahr wieder Eingaben zum Thema Kinderpornographie. Jede Fünfte beschäftigte sich mit diesem Thema", erklärt Sandra Walter, Justiziarin bei der FSM, gegenüber pressetext. 95 Beschwerden wurden von der FSM als unberechtigt zurückgewiesen.

Um einen wirksamen Schutz der Betroffenen gewährleisten zu können, hat die FSM eine Strafverfolgungsvereinbarung mit dem Bundeskriminalamt (BKA) http://www.bka.de abgeschlossen. "Dabei geht es uns nicht nur darum, die Seiten mit kinderpornographischen Inhalten zu entfernen, sondern vor allem auch darum, die betroffenen Kinder ausfindig zu machen und die Drahtzieher zu überführen", so Walter weiter.

Neben Kinderpornographie beschäftigte sich die Beschwerdestelle der FSM vor allem mit "einfach pornographischen Inhalten", Rechtsradikalismus und jugendgefährdenden Inhalten. "Auch sonstige pornographische Seiten können für Jugendliche gefährdend sein. Denn laut deutschem Recht muss der Zugang zu diesen durch eine Alterskontrolle beschränkt werden", erläutert Walter. Seiten, die von der FSM als beanstandenswert eingestuft werden, können durch die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien http://www.bundespruefstelle.de für den deutschen Raum indiziert werden. Um einen internationalen Schutz vor Kinderpornographie sicher zu stellen, ist die FSM seit mehreren Jahren Mitglied in der International Association of Internet Hotlines (INHOPE) https://www.inhope.org , über die auch international kinderpornographische Angebote verfolgt werden können.

"Eingerechte Themen spiegeln auch immer aktuelle gesellschaftliche Tendenzen wieder", so Walter. So waren in den vergangenen Jahren zum Beispiel die Themen Dialer beziehungsweise Foren zu Essstörungen oft angezeigte Bereiche. "Vor allem Betroffene oder ihre Familien beschweren sich dann bei uns, weil sie von diesen Themen berührt sind", sagt Walter.

Die FSM wurde 1997 als eingetragener Verein gegründet, der sich in erster Linie dem Jugendmedienschutz widmet. Zu den zentralen Aufgaben gehört die Bekämpfung illegaler, jugendgefährdender und entwicklungsbeeinträchtigender Inhalte in Online-Medien sowie das Betreiben einer umfangreichen Aufklärungsarbeit zur Förderung der Medienkompetenz von Kindern. Unter dem Dach der FSM sind neben der Selbstkontrolle Mobilfunk auch die Selbstkontrolle der Suchmaschinenanbieter sowie die Selbstkontrolle der Chatanbieter angesiedelt. Bei der FSM können sich sowohl Privatpersonen als auch Institutionen beschweren.

(Ende)

Aussender: pressetext.austria
Ansprechpartner: Erik Staschöfsky
Tel.: +43-1-81140-316
E-Mail:
pressetext.austria
   
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