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Sa, 26.05.2012
pte20080701018 Handel/Dienstleistungen, Unternehmen/Finanzen
20 Jahre DAX: Geburtstagsfeier mit gedrückter Stimmung
Aktienindex rutscht zu Jubiläum noch tiefer in Verlustzone
Frankfurt (pte018/01.07.2008/11:19) - Der deutsche Aktienindex DAX feiert heute, Dienstag, sein 20-jähriges Bestehen. Zwar sind Anleger und Börsianer angesichts der anhaltenden wirtschaftlichen Flaute kaum in Partylaune, über den emotionalen Wert des DAX besteht jedoch weitgehend Einigkeit. Im laufenden Jahr ließ der Index der 30 größten deutschen Aktiengesellschaften bereits um mehr als 21 Prozent nach. Mit einem neuerlichen Minus von 1,81 Prozent am eigenen Geburtstag liegt der DAX zu Redaktionsschluss dieser Meldung (11:14 Uhr) bei nur 6.302 Punkten. An der Frankfurter Börse wurde der Aktienindex dennoch mit einer Feierstunde gewürdigt. "Der DAX ist für den Markt generell von großer Bedeutung. Er stellt neben den kleineren Indizes, die für Anleger in den speziellen Bereichen relevant sind, unbestritten den wichtigsten Index für den täglichen Handel dar", betont Ingo Kreisinger, Leiter Aktienhandel Frankfurt bei der Baader Wertpapierhandelsbank http://www.baaderbank.de , im Gespräch mit pressetext. In Börsenkreisen ist man sich der Erfolgsgeschichte des DAX bewusst. Seit dem 1. Juli 1988 mit einem Startkurs von 1.163 Punkten hat er sich neben dem großen Bruder Dow Jones oder dem japanischen Nikkei zu einem ebenbürtigen Leitindex entwickelt. Während die ersten fünf Jahre schleppend verliefen, bevor der DAX über die Marke von 2.000 Zählern kletterte, erreichte der Wert im Vorjahr einen neuen historischen Höchststand und durchbrach die Marke von 8.151 Punkten. Als Abbild der deutschen Wirtschaft und globaler konjunktureller Entwicklungen sowie markanter weltweiter Aktienbewegungen ließen die wirtschaftliche Flaute des vergangenen Jahres und die Krisenstimmung an den Märkten den DAX jedoch nicht unbeeindruckt. So setzte der Index zu Jahresbeginn zu einem dramatischen Kurssturz an und fiel innerhalb eines Monats um über 1.600 Punkte. Besonders die krisengeschüttelten Finanzwerte befinden sich seit der Schieflage bei Subprime-Hypotheken in einer beständigen Abwärtsspirale. Banken und Investmenthäuser mussten auch hierzulande hohe Kursverluste hinnehmen. "Der DAX funktioniert stellvertretend für den Gesamtmarkt. Die Entwicklung der vergangenen zwölf Monate zeigt, dass er stark mit anderen Indizes verbunden ist", erklärt Kreisinger. Angaben der Deutschen Börse zufolge existieren in Deutschland neben TecDax, MDax und Co mittlerweile rund 2.600 weitere Indizes. Im Lauf der Geschichte des DAX haben die Vorstände jener 30 Konzerne am stärksten profitiert, die sich im Index befinden. Ihre Bezüge steigerten sich in den vergangenen 20 Jahren um 650 Prozent. Während sich die Gehälter bei nicht börsennotierten Unternehmen lediglich verdoppelten, stiegen die DAX-Vorstandslöhne von durchschnittlich 445.800 auf rund 3,33 Mio. Euro. (Ende)
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