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pte20080701013 Medizin/Wellness
Schwangerschaft: Junk-Food schädigt Kinder langfristig
Fette Ernährung trägt zur Entstehung von Typ-2-Diabetes bei

London (pte013/01.07.2008/10:10) - Eine schlechte Ernährung während der Schwangerschaft oder während des Stillens kann unter Umständen lang anhaltende Gesundheitsschäden beim Kind hervorrufen. Wissenschaftler des Royal Veterinary College http://www.rvc.ac.uk und des Wellcome Trust http://www.wellcome.ac.uk führten Tests mit Ratten durch. Die Jungen von Tieren, die mit fetten, nicht mehr natürlichem Futter ernährt wurden, wiesen große Mengen von Fett im Blut und um die wesentlichen Organe auf, auch nachdem sie wieder anders gefüttert wurden. Diese Ratten verfügten über ein erhöhtes Diabetes-Risiko. Eine spätere Veränderung des Futters reduzierte das Risiko nicht mehr. Details der Studie wurden in The Journal of Physiology http://www.rvc.ac.uk veröffentlicht.

Frühere Studien des gleichen Forscherteams haben laut BBC bereits nachgewiesen, dass junge Ratten, deren Muttertiere während der Trächtigkeit und des Säugens mit Junk-Food ernährt wurden, wahrscheinlicher selbst ein erhöhtes Verlangen danach hatten. Neu ist die Erkenntnis, dass selbst bei einer anderen Ernährung, der Schaden bereits angerichtet worden sein kann. Die Wissenschaftlerin Stephanie Bayol erklärte, dass die Ernährung der Mutter während der Schwangerschaft und dem Stillen für die Gesundheit des Kindes auf lange Zeit große Auswirkungen haben kann. "Wir sagen immer, Du bist was Du isst. Es kann aber genauso wahr sein, dass Du bist, was Deine Mutter gegessen hat." Für besonders Besorgnis erregend halten die Forscher, das Fett, das sich um alle großen Organe ansammelt. Es soll bei der Entstehung von Typ-2-Diabetes eine entscheidende Rolle spielen.

Die Jungen von ungesund gefütterten Muttertieren waren anfälliger für Diabetes, auch wenn sie anders gefüttert wurden. Zwischen den Geschlechtern gab es interessante Unterschiede. Die männlichen Jungen hatten erhöhte Insulinwerte und einen normalen Blutzucker. Bei den weiblichen Jungen waren die Werte genau umgekehrt. Sie neigten auch dazu, fetter zu sein. Mitautor Neil Stickland betonte, es gäbe keinen Grund, warum dieses Prinzip nicht auch für den Menschen gelten sollte. "Menschen teilen mit Ratten eine ganze Anzahl von fundamentalen biologischen Systemen." Studien mit menschlichen Teilnehmern hätten bereits nachgewiesen, dass es einen Zusammenhang zwischen dem Gewicht der Eltern und dem Gewicht der Kinder gibt.

(Ende)

Aussender: pressetext.austria
Ansprechpartner: Michaela Monschein
Tel.: +43-1-81140-0
E-Mail:
pressetext.austria
   
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