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pte20080630003 Medizin/Wellness
Plötzlicher Gehörverlust und Schlaganfall-Risiko hängen zusammen
Studie liefert keine Erklärungen für möglichen Zusammenhang

Taipeh (pte003/30.06.2008/06:00) - Der plötzliche Verlust des Gehörs könnte ein Warnzeichen für ein erhöhtes Schlaganfall-Risiko sein. Zu diesem Ergebnis ist eine Studie der Taipei Medical School of Health Care Administration gekommen. Menschen, die nach einem Hörsturz ins Krankenhaus gebracht wurden, erlitten in den folgenden fünf Jahren mehr Schlaganfälle als sonst gesunde Patienten mit Blinddarmentzündung. Die im Fachmagazin Stroke http://stroke.ahajournals.org veröffentlichte Studie liefert allerdings keine Begründung dafür, was die Ursache für den Zusammenhang zwischen Hörverlust und Schlaganfall sein könnte.

Es gibt Dutzende von Gründen, Krankheiten wie Mumps, Masern und Meningitis, die zu einem plötzlichen Verlust des Gehörs führen können. Die aktuelle Studie geht davon aus, dass sogar Jahre nach diesem Ereignis noch ein stark erhöhtes Schlaganfall-Risiko besteht. Die Daten von 1.423 Patienten, die ihr Gehör verloren hatten wurden mit jenen von 5.692 Blinddarm-Patienten verglichen. Sie wurden ausgewählt, weil sie unter allen ins Krankenhaus Eingelieferten an sich die gesündesten sind. Es zeigte sich, dass nach einem Hörverlust, die Wahrscheinlichkeit eines Schlaganfalls innerhalb der folgenden fünf Jahre eineinhalb Mal so hoch war. Die Autoren der Studie betonten, dass es sich um vorläufige Ergebnisse handle und dass der Mangel an anderen Informationen über weitere Risikofaktoren bei den Patienten die Ergebnisse verfälscht haben könnten.

Der Wissenschaftler Herng-Ching Lin erklärte, dass nach seinem Wissen, keine Studie sich je mit diesem spezifischen Zusammenhang auseinandergesetzt hat. Er forderte laut BBC weitere Studien zur Bestätigung dieser Ergebnisse. Ärzte sollten bei einem Gehörverlust auch eine neurologische Ursache in Betracht ziehen. Der britische Schlaganfall-Spezialist Tony Rudd bezeichnete den hergestellten Zusammenhang als interessant. Es könnte sich jedoch auch herausstellen, dass keine direkte Verbindung besteht. Auf den ersten Blick dränge sich auf jeden Fall keine logische Erklärung auf.

(Ende)

Aussender: pressetext.austria
Ansprechpartner: Michaela Monschein
Tel.: +43-1-81140-0
E-Mail:
pressetext.austria
   
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