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pte20080628002 Auto/Verkehr, Tourismus/Reisen
Beliebte Urlaubsländer Spitzenreiter bei tödlichen Unfällen
Südliche Länder und Baltikum führen traurige Statistik an
Die südlichen EU-Länder führen Unfallstatistik an (Foto:Erich Kasten/pixelio)
Die südlichen EU-Länder führen Unfallstatistik an (Foto:Erich Kasten/pixelio)

Wien (pte002/28.06.2008/06:05) - Mit dem Beginn der Ferienzeit wälzen sich auch in diesem Jahr wieder Autokolonnen in Richtung Süden. EU-weit betrachtet steigt die Zahl der Unfälle vor allem in den Monaten Juli und August an. Einige der beliebtesten Urlaubsländer sind leider auch Spitzenreiter bei tödlichen Verkehrsunfällen, wie das Kuratorium für Verkehrssicherheit KfV http://www.kfv.at meldet.

Auch wenn manche Reisende nicht mit dem eigenen Fahrzeug die Reise antreten, sondern sich erst vor Ort ein Auto oder ein Motorrad mieten, sollte man sich über das Unfallrisiko ein Bild machen, denn so unterschiedlich wie die Temperamente ist auch das Unfallgeschehen auf Europas Straßen. Wer den Süden Europas mit dem Auto oder Motorrad erkunden möchte, sollte besonders vorsichtig sein, denn die Straßen von Griechenland und Zypern gehören - gemessen an der Einwohnerzahl - zu den gefährlichsten in Europa. Statistisch noch gefährlicher sind nur die drei jungen EU-Mitgliedsstaaten Estland, Lettland und Litauen. 2006 sind im griechischen Straßenverkehr 149 Personen pro Mio. Einwohner tödlich verunglückt, in Zypern waren es 140. In Litauen waren es insgesamt sogar 223.

"Ursache für die schleppende bis stockende Entwicklung in der griechischen Verkehrssicherheit ist die nur bruchstückhafte Implementierung von Maßnahmen, die auf das Verhalten der Verkehrsteilnehmer, die Fahrzeugsicherheit und die Infrastruktur abzielen sowie fehlende Kontrollen, vor allem in puncto Geschwindigkeit", berichtet das Kuratorium. Rund 30 Prozent aller Unfälle in Griechenland betreffen einspurige Kraftfahrzeuge - also Mopeds und Motorräder. In einer Untersuchung aus 2005 wurde offensichtlich, dass mindestens 137 der 457 getöteten Moped- und Motorradfahrer in Griechenland keinen Sturzhelm getragen haben.

Im Vergleich dazu sind die Straßen im Norden Europas relativ sicher. "In den skandinavischen Ländern, Großbritannien und den Niederlanden wird Verkehrssicherheit groß geschrieben", so das KfV. In den Niederlanden verunglücken 45 Menschen pro Mio. Einwohner tödlich. Hohe Strafen, intensive Kontrollen, langjährige Verkehrssicherheitsprogramme und effiziente Infrastrukturmaßnahmen reduzieren das Unfallrisiko erheblich. Zusätzlich sind im Norden Europas regelmäßig interdisziplinäre Unfallkommissionen unterwegs, die jeden Unfallort mit Getöteten genau unter die Lupe nehmen.

"Viele der Staaten mit so hohen Opferzahlen stehen dort, wo Österreich in den 1970er Jahren gestanden ist", meint der Verkehrsexperte Martin Blum vom VCÖ http://www.vcoe.at im pressetext-Interview. "Die hohen Opferzahlen in den Staaten Osteuropas sind auf die sehr schnelle Motorisierung zurückzuführen." Das bessere Umgehen der einzelnen Verkehrsteilnehmer miteinander werde allerdings auch dort in Zukunft zu einer Verringerung der Opferzahlen führen. "Das konnte man auch hier seit den 1970er Jahren beobachten." Wesentlich sei jedenfalls eine gute Verkehrserziehung, die den Verkehrsteilnehmern ihre Verantwortung ins Bewusstsein rückt, meint Blum abschließend.

(Ende)

Aussender: pressetext.austria
Ansprechpartner: Wolfgang Weitlaner
Tel.: +43-1-81140-307
E-Mail:
pressetext.austria
   
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