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Mo, 13.02.2012
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pte20080627016 Auto/Verkehr, Handel/Dienstleistungen
Verkehr 2015: Gütertransport nimmt 70 Prozent ein
Deutsche Verkehrslogistik leidet unter eigenem Boom
Verstopfte Straßen werden zum Alltag (Foto: pixelio.de/Rainer Sturm)
Verstopfte Straßen werden zum Alltag (Foto: pixelio.de/Rainer Sturm)

Pfäffikon (pte016/27.06.2008/13:25) - Im Jahr 2015 wird der Straßengüterfernverkehr 70 Prozent der gesamten Verkehrsleistung ausmachen. Das geht aus der Verkehrsprognose des Bundesministeriums für Verkehr http://www.bmvbs.de hervor. "Bis zum Jahr 2050 wird das Güterverkehrsaufkommen von heute gut 3,7 Mrd. Tonnen um knapp die Hälfte auf fast 5,5 Mrd. Tonnen zunehmen", so Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee während der Eröffnung der "transport logistic 2007" in München. Wo heute auf Autobahnen eine Fahrspur von Lkws genutzt wird, wären in knapp 20 Jahren zwei Spuren nötig, um das gestiegene Güteraufkommen bewältigen zu können, so ein Bericht von Logistik Inside http://www.logistik-inside.de. In Deutschland bleibt der Lkw dabei Transportmittel Nummer eins - Tendenz steigend.

"Die Logistik beruht auf einem Dreiklang aus Technik, Informatik und Betriebswirtschaft. Die technische Sicht der Logistik stellt den Materialfluss als eine Verkettung aller Vorgänge bei der Verteilung von Gütern in den Vordergrund", so Autor Michael ten Hompel im Buch "Materialflusssysteme". Um diese logistischen Anforderungen überhaupt bewältigen zu können, wird die Technik vor neue Herausforderungen gestellt. "Moderne Waagen beispielsweise ermitteln heutzutage das Gewicht über die Frequenz einer schwingenden Saite. Dadurch arbeiten sie besonders schnell und präzise", erklärte Reto Gianotti, Vice Managing Director Sales and Marketing bei PESA http://www.pesa.ch gegenüber pressetext.

Auf lange Sicht kann der Güterverkehr aber nur dann reibungslos rollen, wenn man Straße, Wasser, Schiene und Luft besser miteinander vernetze, berichtet die Financial Times. Doch hier bemängeln Experten oftmals das Zusammenspiel der einzelnen Verkehrsträger. "Wir haben in der Verkehrslogistik heute den Status eines Schwellenlandes, weil wir in der Zusammenführung der Verkehrsträger nicht weit genug gekommen sind", klagt Helmut Baumgarten, Professor für Logistik an der TU Berlin:

"Aus unserer Sicht ist es nicht fünf vor, sondern zehn nach zwölf für eine substanzielle Steigerung der Investitionen in das Schienennetz und eine Konzentration auf die Schaffung von Kapazität", so Günter Elste, Präsident des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen http://www.vdv.de , anlässlich der Jahrestagung seines Verbandes in Nürnberg. Zu allem Überfluss wird es laut Jens Baganz, Staatssekretär im Wirtschaftsministerium von NRW, spätestens im Jahr 2011 zu Flächenengpässen in den Binnenhäfen kommen. Um zukünftigen Aufgaben gerecht werden zu können, benötigen die 23 öffentlichen Häfen landesweit in den kommenden 15 Jahren rund 325 Hektar zusätzliche Flächen, sagte Baganz während des Logistikkongresses Log:08 in Köln. Nur durch solche Investitionen könne eine optimale Arbeitsteilung und Güterversorgung in Deutschland und Europa gewährleistet werden.

(Ende)

Aussender: pressetext.deutschland
Ansprechpartner: Gunnar Sohn
Tel.: +49-228-6204474
E-Mail:
pressetext.deutschland
   
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