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Mo, 13.02.2012
pte20080612040 Unternehmen/Finanzen, Umwelt/Energie
EnviTec Biogas poliert mit Tschechien Bilanz auf
Aktie macht Kurssprung, gesetzliche Rahmenbedingungen positiv
Lohne (pte040/12.06.2008/13:47) - Der deutsche Biogas-Anlagenbauer EnviTec Biogas http://www.envitec-biogas.de konnte sich in Tschechien Aufträge im Gesamtvolumen von rund sieben Mio. Euro sichern. Damit scheint sich das Unternehmen von seiner Ende Mai vermeldeten Umsatzhalbierung gegenüber dem Vorjahr von 32,8 Mio. auf derzeit 15,1 Mio. Euro erholt zu haben (pressetext berichtete: http://www.pte.at/pte.mc?pte=080529035). So errichtet EnviTec Biogas drei Biogas-Anlagen mit einer elektrischen Anschlussleistung von insgesamt rund 2,6 Megawatt. Positiv für die Geschäftsbilanz der Lohner ist, dass die erzielten Umsätze noch im laufenden Geschäftsjahr wirksam werden. Von der wiedergekehrten Euphorie angetrieben, zeigte sich auch der zuletzt wegen des in Deutschland schwierigen Geschäfts mit Landwirten und der rechtlichen Rahmenbedingungen in Mitleidenschaft gezogene Aktienkurs erholt. Bei Redaktionsschluss dieser Meldung (13:42 Uhr) notiert die Aktie mit 6,96 Prozent robust im Plus bei 16,90 Euro. "Die Marktführer Schmack und EnviTec Biogas haben es in Deutschland nicht einfach. Vor allem das Geschäft mit den Landwirten läuft nur sehr schleppend. Insofern hält der Trend zur verstärkten Zusammenarbeit mit den Ernergieversorgern vor Ort und vor allem Expansionen ins Ausland als ausgleichende Kompensationsmaßnahmen weiter an", verdeutlicht National-Bank-Analyst Manfred Jaisfeld im Gespräch mit pressetext. Wie das Unternehmen heute, Donnerstag, bekannt gab, soll die erste Anlage noch diesen Sommer in Betrieb gehen. Bei den Kapitalgebern handelt es sich um drei landwirtschaftliche Großbetriebe. In Tschechien profitiert EnviTec Biogas vor allem von der nationalen Gesetzeslage hinsichtlich der Förderung erneuerbarer Energieformen. So gewährt das Land seit diesem Jahr Einspeisetarife in Höhe von 15,5 Cent je Kilowattstunde, die sich auf 15 Jahre beziehen. Zudem erhält EnviTec Biogas Fördergelder, die für den Bau von Biogasanlagen beantragt werden können. Vor allem die große Zahl an Landwirtschaftsbetrieben, die durchschnittlich deutlich größer sind als deutsche, machen Investitionen so attraktiv, so EnviTec Biogas in einer Aussendung. Von Vorteil sei auch, dass in den tschechischen Betrieben ausreichend Inputstoffe vorhanden sind. Dies zeige sich vor allem anhand der damit verbundenen Viehhaltung, die die Nutzung großer Güllemengen auf energetische Weise möglich macht. Bisher wurde Gülle in offenen Lagunen gelagert, aus denen wiederum große Mengen des umweltschädlichen Methangases entweichen konnten. Zudem würden in größeren Mengen Abfälle aus der Zuckerrübenindustrie eingesetzt, um weniger nachwachsende Rohstoffe einsetzen zu müssen und deren Anteil auf landwirtschaftlichen Flächen zu reduzieren. EnviTec-Biogas will in der Stadt Lipa eine 500-Kilowatt-Anlage errichten, deren Abwärme künftig in eine Fernwärmeleitung eingespeist und von einer Schule genutzt werden soll. Bei einer anderen Anlage, die in Valovice gebaut und ein Megawatt elektrische Leistung erzeugen soll, wird dieses Prinzip ebenfalls genutzt. (Ende)
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