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pte20080609013 Unternehmen/Finanzen, Handel/Dienstleistungen
Reliance-MTN-Fusion unter Dach und Fach
Telekombetreiber vereinen sich zu weltweitem Mega-Konzern
MTN-Fusion mit Reliance Communications unter Dach und Fach (Foto: mtn.com)
MTN-Fusion mit Reliance Communications unter Dach und Fach (Foto: mtn.com)

Neu Delhi/Johannesburg (pte013/09.06.2008/11:04) - Der Bieterwettstreit und die Übernahmespekulationen um den südafrikanischen Telekommunikationsgiganten MTN Group http://www.mtn.com haben ein Ende gefunden. Nach dem abrupten Abbruch der Gespräche zwischen dem Großkonzern und dem indischen Anbieter Bharti Airtel (pressetext berichtete: http://pte.at/pte.mc?pte=080526036) einigt sich MTN mit dem ebenfalls indischen Mobilfunkbetreiber Reliance Communications über eine Fusion. Zuvor hatte das Interesse an einer MTN-Beteiligung unter einigen Telekomfirmen aus den Emerging Markets Indien und China eine regelrechte Bieterschlacht entfacht (pressetext berichtete: http://pte.at/pte.mc?pte=080507036). Die Fusionsgespräche mit Reliance konzentrieren sich auf einen Aktientausch, berichtet die Economic Times.

Mit der Zusammenlegung des zweitgrößten Mobilfunkbetreibers in Indien und der rund 70 Mio. Kunden zählenden südafrikanischen Konzerngruppe soll eines der zehn weltweit größten Telekommunikationsunternehmen mit einer Marktkapitalisierung von rund 66 Mrd. Dollar geschaffen werden. Die MTN-Strategen setzen stark auf zukunftsträchtige Wachstumsmärkte. So ist das Unternehmen mitunter auch in Nigeria und im Iran vertreten. Gemeinsam werden Reliance und MTN weltweit Geschäfte in 23 Ländern betreiben. Der größte indische Mobilfunkbetreiber Bharti Airtel hatte die Beteiligungsgespräche nach Unstimmigkeiten über die zukünftige Konzernführung überraschend abgebrochen. Nach MTN-Plänen hätte der Anbieter als Tochter in die eigene Konzernstruktur eingegliedert werden sollen. Ob diese Bedingung auch auf den konkurrierenden Markt-Player Reliance Communications zutrifft, ist derzeit nicht bekannt.

Über die Grundlagen für die Fusion sei man sich einig, heißt es aus informierten Kreisen. Die konkrete Form des Aktiendeals sei im Moment jedoch noch Thema der Verhandlungen. Dabei lässt sich Reliance neben den Investmenthäusern Lazard, Lehman Brothers und JPMorgan auch von der Deutschen Bank beraten. Derzeit ist die Buchprüfung noch im Gange, soll aber bereits kommende Woche abgeschlossen werden. Im Zuge des Aktientauschs werde MTN zwischen 63 und 74 Prozent der Reliance-Anteile erhalten, während Reliance im Gegenzug künftig zwischen 28 und 34 Prozent an MTN halten soll.

(Ende)

Aussender: pressetext.deutschland
Ansprechpartner: Manuel Haglmüller
Tel.: +43-1-811-40-315
E-Mail:
pressetext.deutschland
   
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