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Sa, 26.05.2012
pte20080604018 Unternehmen/Finanzen, Handel/Dienstleistungen
Sparkurs: Telecom Italia stellt Anleger ruhig
Konzernspitze kürzt Ausgaben im Inlandsgeschäft um 40 Prozent
Mailand (pte018/04.06.2008/11:16) - Der italienische Netzbetreiber Telecom Italia http://www.telecomitalia.com hat ein umfangreiches Sparprogramm angekündigt. Die Konzernspitze will die Betriebsausgaben im Inlandsgeschäft um rund 40 Prozent einbremsen. Dadurch soll das angeschlagene Vertrauen der Anleger in die Telecom Italia wiederhergestellt werden, berichtet die Financial Times. Die anfallenden Kosten zur Unterhaltung des Festnetz- und Mobilfunkbetriebs in Höhe von zwei Mrd. Dollar sollen bis 2015 um 40 Prozent reduziert werden. Darüber hinaus ist das Telekommunikationsunternehmen offenbar auf der Suche nach Investoren und Interessenten für Beteiligungen im Auslandsgeschäft. Private-Equity-Firmen und Staatsfonds kämen in Betracht, um Zukäufe im Ausland mitzufinanzieren. "Wir müssen unsere Kostenstruktur global überdenken", sagt Telecom-Italia-CEO Franco Bernabè. Besonders im Inlandsgeschäft habe dies oberste Priorität. Bis 2012 rechnet der Konzernchef mit keinem bedeutenden Umsatzwachstum. Im laufenden Jahr musste die Aktie der Telecom Italia bereits Verluste von knapp 35 Prozent hinnehmen. Gegenüber den internationalen Mitwerbern hinkt das Unternehmen deutlich hinterher. Die Reaktion auf die schlechte Performance soll in den kommenden Jahren zu einer starken Gewinnsteigerung beitragen. Neben der geplanten Senkung der Betriebskosten kündigt die Telecom Italia auch umfangreiche Einsparungen im Bereich Marketing, Werbung und Kundenbetreuung an. Diese würden sich auf ein ähnliches Ausmaß belaufen. Neue Glasfaserkabel würden massive Einsparungen ermöglichen, heißt es seitens der Telecom Italia. Diese müssten künftig durch eine geringere Zahl an Technikern gewartet werden. Zudem seien Kostensenkungen bei den Konzernimmobilien und den Stromkosten möglich. Ob und in welchem Ausmaß das Sparprogramm auch zu Stellenstreichungen von bereits bestehenden Posten führen wird, ist derzeit nicht bekannt. Insider kritisieren jedoch, dass besonders aufgrund der Abstriche in der Kundenbetreuung Qualitätsverluste im Servicebereich des Unternehmens zu erwarten seien. (Ende)
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