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pte20080523005 Medizin/Wellness, Forschung/Technologie
Diabetes 2: Injektionen verbessern Krankheitsverlauf
Intensive Kurzbehandlung mit Infusionen und Injektionen wirksamer als Tabletten

Guangzhou (pte005/23.05.2008/10:00) - Eine kurze Phase mit einer intensiven Insulin-Behandlung könnte das Fortschreiten der Erkrankung bei neu diagnostiziertem Typ-2-Diabetes verzögern. Zu diesem Ergebnis ist eine Studie der Sun Yat-Sen University http://www.sysu.edu.cn/en gekommen. Patienten, die zu Beginn ihrer Behandlung eine Reihe von Injektionen erhielten, ging es ein Jahr später deutlich besser als jenen, die kurzfristig Medikamente nur oral eingenommen hatten. Alle 380 Teilnehmer der in The Lancet veröffentlichten Studie kamen später mit der Standard-Diät und dem Sportprogramm zurecht.

Allein in Großbritannien leiden 2,35 Millionen Menschen an Diabetes. Der Großteil ist an Typ-2-Diabetes erkrankt, bei der der Körper nicht ausreichend Insulin produziert oder das erzeugte Insulin nicht entsprechend funktioniert. Die Behandlung besteht normalerweise aus den erforderlichen Veränderungen des Lebensstils in Kombination mit der notwendigen Medikation. Frühere Studien hatten bereits darauf hingewiesen, dass eine anfängliche intensive Behandlung zur Kontrolle der Blutzuckerwerte den Verlauf der Erkrankung verändern oder verzögern kann.

An der aktuellen Studie nahmen Patienten zwischen 25 und 70 Jahren teil. Sie erhielten entweder eine Insulin-Infusion, tägliche Insulin-Injektionen oder entsprechende Tabletten. Nachdem normale Blutzuckerwerte erreicht waren, wurde diese Behandlung nur noch für zwei Wochen fortgesetzt. Die meisten Patienten erreichten die erforderlichen Werte innerhalb von vier bis fünf Tagen. Mit den Tabletten dauerte es bis zu neun Tage. Nach einem Jahr verfügten 51 Prozent der Patienten, die Infusionen und 45 Prozent derer, die Injektionen erhalten hatten, über gute Werte. Dazu gehörte auch, dass sie ihre Ernährung umgestellt hatten und für ausreichend Bewegung sorgten. Nur 27 Prozent derer, die anfangs mit Tabletten behandelt worden waren, verfügten zu diesem Zeitpunkt noch immer über gute Werte. Die Forscher um Jianping Weng gehen davon aus, dass die frühe Behandlung mit mehr Insulin die Funktion der Insulin produzierenden Beta-Zellen wieder hergestellt zu haben dürfte. Tests zeigten, dass diese Zellen nach der Behandlung besser auf Insulin reagierten und dieser Effekt auch nach einem Jahr anhielt.

(Ende)

Aussender: pressetext.austria
Ansprechpartner: Michaela Monschein
Tel.: +43-1-81140-0
E-Mail:
pressetext.austria
   
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