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pte20080522014 Tourismus/Reisen, Umwelt/Energie
Dominica: Kampf gegen Raffinerieprojekt
Kleine Karibikinsel als Naturoase und Öko-Tourismus-Destination
DOMINICA1
DOMINICA1
[ Fotos ]

Roseau (pte014/22.05.2008/13:35) - Die kleine Karibikinsel Dominica http://www.dominica.dm im Antillenbogen ist Schauplatz einer heftigen Kontroverse: Die Regierung von Venezuela will an der Karibikküste der 750 Quadratkilometer großen Insel eine 80 Mio. Dollar teure Ölraffinerie errichten und verspricht dem armen Land dadurch wirtschaftlichen Aufschwung. Dominicas Hotel und Tourismus Association DHTA befürchtet hingegen das Schlimmste: Das Image als Naturparadies der Karibik würde mit der Errichtung einer Ölraffinerie für alle Zeiten verschwinden. Im schlimmsten Fall könnten Touristen sogar ganz ausbleiben.

"Der Tourismus in Dominica ist ein aufstrebender, allerdings langsam wachsender Markt", bestätigt Jeane Finucane, die die kleine Pension Hummingbird Inn http://www.thehummingbirdinn.com an der Westküste der Insel betreibt. "Alle touristisch orientierten Unternehmen und auch ein Großteil der Bevölkerung sind gegen die Errichtung einer solchen Anlage", meint die Umweltkämpferin gegenüber pressetext. Bereits jetzt ist das Abpumpen von Öl aus den Tankschiffen, die vor der Küste ankern ein gefährliches Unterfangen. "Es hat schon einige Male Probleme gegeben, weil geringe Mengen Öl ins Wasser gekommen sind." Als katastrophale Idee bezeichnet auch Marcella Dutrieux Cools, die gemeinsam mit ihrem Ehemann den Sunset Beach Club http://www.sunsetbayclub.com betreibt, die Idee zur Errichtung der Raffinerie. "Die Karibikküste Dominicas gehört zu den besten Tauchrevieren in der Karibik. Ein Unfall in einer Raffinerie hätte verheerende Folgen." Schließlich ist die Küste des Inselstaates nur knapp 47 Kilometer lang.

Der Tourismus in Dominica steckt im Vergleich zu anderen Karibikinseln immer noch in den Kinderschuhen. Allerdings errechnete der internationale Währungsfond den Beitrag des Fremdenverkehrs zum BIP des 70.000 Einwohner-Staates auf 186 Mio. Dollar. Tausende Menschen sind in der Tourismus-Industrie direkt und indirekt beschäftigt. "Wer auf einer Insel, die sich Naturparadies nennt, eine Raffinerie errichtet, zerstört damit das Image und verhindert auch zukünftige Investitionen in diesem Bereich", schreibt die DHTA. Dabei sei es egal in welchem Teil die erdölverarbeitende Fabrik ihre Tore öffnet.

Im Dominica-Blog http://www.dominica-oil.com argumentieren Experten die Vorteile der erneuerbaren Energiesysteme. Vor allem der Einsatz von Geothermie könnte sich in Zukunft rechnen, da sich neun Vulkane auf der kleinen Insel befinden. Bis November 2008 soll ein 5-Megawatt Geothermie-Kraftwerk fertiggestellt werden. Derzeit werden 40 Prozent des Stroms aus Wasserkraft hergestellt. Durch seine geografische Lage würde sich für Dominica aber auch der Ausbau von Photovoltaik rechnen.

Die EU ist derzeit der wichtigste Partner in der Förderung der Wirtschaft und des Tourismus. Zwischen 2002 und 2006 versuchte die Regierung mit dem "Eco-Tourism Development Programme" http://www.tourismdominica.dm/etdp.cfm , einem Förderprogramm für den Ökotourismus in Zusammenarbeit mit der EU, den schrittweisen Aufbau einer ökologisch geprägten Tourismusbranche. Im Dezember 2007 erhielt das Land rund 9,1 Mio. Euro als Fördermittel aus dem EU- Entwicklungshilfeetat.

(Ende)

Aussender: pressetext.austria
Ansprechpartner: Wolfgang Weitlaner
Tel.: +43-1-81140-307
E-Mail:
pressetext.austria
   
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