VORSCHAU

PRESSETERMINE
Wiener Rathaus
27.05.2012 00:00
Käfigturm
29.05.2012 00:00
Stadthaus Luzern
29.05.2012 00:00

AKTUELLES PRESSEFOTO

IR Nachrichten
25.05.2012 09:50 BENE AG
25.05.2012 08:55 Wienerberger AG
24.05.2012 08:15 Warimpex Finanz- und Beteiligungs AG


WETTER
Graz: sonnig
24°
Innsbruck: sonnig
22°
Linz: heiter
20°
Wien: sonnig
20°
© wetter.net

Stadtname / PLZ

AKTIENKURSE
 
BUSINESS
Fr, 25.05.2012
Meldung drucken Artikel weiterleiten
pte20080521033 Unternehmen/Finanzen, Handel/Dienstleistungen
Grundig wagt Neustart in Russland und Nahost
Deutschland-Chef will bis 2011 eine Mrd. Euro Umsatz erwirtschaften
Grundig-CEO Michael Peterseim will die Umsatzwende schaffen (Foto: grundig.de)
Grundig-CEO Michael Peterseim will die Umsatzwende schaffen (Foto: grundig.de)

Nürnberg (pte033/21.05.2008/13:57) - Der ehemalige Traditionsbauer von Fernsehgeräten Grundig http://www.grundig.de sieht die Ertragswende kurz bevorstehen und will in naher Zukunft wieder Gewinne einfahren. Da man im abgelaufenen Geschäftsjahr "die schwarze Null fast erreicht" habe, hofft man nun für 2008 eine Rendite von rund zwei Prozent erwirtschaften zu können. Trotz der Euphorie von Grundig-Geschäftsführer Michael Peterseim konnte ein zweistelliges Mio.-Defizit im Vorjahr nur durch neue Finanzmittel des Besitzers, der türkischen Koç Holding http://www.koc.com.tr , ausgeglichen werden. Wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtet, teilte die gesamte Koç-Führungsriege bereits gestern, Dienstag, die Neuausrichtung der Konzernstrategie mit. Da man inzwischen rund 20 Mio. Haushalte in Europa versorgt, will man sich künftig vor allem auf die boomenden Wachstumsmärkte Russland und den Nahen Osten konzentrieren.

Im Rahmen der "Ost-Strategie" sollen in Russland, wo Koç bereits produziert, innerhalb eines Jahres rund 400.000 TV-Geräte abgesetzt werden. Die Entwicklungsarbeit soll ungeachtet davon jedoch weiterhin am Stammwerk in Nürnberg von deutschen Ingenieuren geleistet werden, betonte Koç-Vorstandsvorsitzender Bülent Bulgurlu. Produziert wird hingegen in der Türkei, zudem beschäftigt der Konzern in der Bundesrepublik von einst 40.000 Mitarbeitern mittlerweile nur noch rund 400. Gemeinsam mit dem britischen Investor Alba stieg die Koç Holding vor fünf Jahren bei der Fernsehsparte der insolventen Grundig-Gruppe ein. Das daraus neu entstandene Unternehmen Grundig Intermedia kämpfte anfangs jedoch massiv mit internen Problemen und wechselte daraufhin die Geschäftsführer drei Mal hintereinander aus.

Wegen der Querelen um Abspracheschwierigkeiten und Qualitätsprobleme in den türkischen Produktionsstätten sahen sich einige Händler sogar dazu gezwungen, die TV-Schirme aus dem Programm zu nehmen. Die anhaltende Krise der Traditionsmarke aus dem Fränkischen setzte sich damit fort, dass die Investoren rund 20 Mio. Euro nachschießen mussten, um eine neuerliche Insolvenz zu verhindern. Mit dem Neustart will Peterseim binnen drei Jahren bis 2011 nun das ehrgeizige Umsatzziel von einer Mrd. Euro realisieren. Den Optimismus, dieses Vorhaben in die Tat umzusetzen, erhofft sich der Konzern von dem Erwerb des Alba-Anteils für rund 50 Mio. Euro. "Nun können wir schnellere Entscheidungen treffen und unsere Strategien verfolgen", zitiert das Blatt Bulgurlu. Auch seien die Qualitätsprobleme gelöst.

Für das laufende Geschäftsjahr stellt Grundig nur einen stagnierenden Umsatz von rund 400 Mio. Euro in Aussicht. Laut Peterseim sei dies vorrangig darauf zurückzuführen, dass man zwar den Anteil am deutschen LCD-Markt von 3,1 auf 4,1 Prozent innerhalb eines Jahres steigern konnte, zeitgleich jedoch im traditionellen Stammgeschäft mit Röhrenfernsehern massive Einbußen hinzunehmen waren. Neue Produkte wie Staubsauger oder Haartrockner sollen die hohe Abhängigkeit vom Geschäft mit TV-Geräten nun zu verringern helfen. "Die Rückgänge im ehemaligen Traditionsgeschäft mit Röhrenfernsehern sind nicht nur in Deutschland offensichtlich nachvollziehbar, sondern stellen einen globalen Trend dar. Das Wachstum mit minus 60 Prozent ist demnach dramatisch", sagt GfK-Marktanalyst Frank Franz gegenüber pressetext.

(Ende)

Aussender: pressetext.deutschland
Ansprechpartner: Florian Fügemann
Tel.: +43-1-81140-305
E-Mail:
pressetext.deutschland
   
Wie fanden Sie diese Meldung?
Weitersagen
likes dislike Share Share |
FACEBOOK
ETARGET

FOCUSTHEMA


SPECIALS


Werbung
middleAdvertising