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pte20080520003 Unternehmen/Finanzen, Bauen/Wohnen
US-Finanzkrise: Ölpreis belastet "Häuslebauer"
Experte sieht anhaltende Konsumprobleme bis 2010
New York/Wien (pte003/20.05.2008/06:00) - Der hohe Ölpreis führt in den USA mittlerweile dazu, dass nicht nur die Kosten für die Lebenshaltung und Inflation in die Höhe schnellen, sondern Investoren und Private vor dem Bau neuer Immobilien zurückschrecken. Wie die BusinessWeek unter Berufung auf Wall-Street-Kreise berichtet, sollen die Preise am US-Housing-Markt rasant ansteigen. Dies führt dazu, dass sich die Haltung der Investoren solange konservativ und zurückhaltend gestaltet, bis sich die Lage samt der Rezessionsängste wieder entspannt hat. In dem immens hohen Ölpreis sehen Fachleute den Hauptgrund, warum Immobilienfinanzierer derzeit nur bedingt neue Projekte realisieren und anstatt dessen eher die Portfolios umstrukturieren. Im Mai hat der Ölpreis die 127-Dollar-Marke für ein Barrel durchstoßen, was dazu führte, dass eine Gallone Benzin mit 3,79 Dollar selbst für amerikanische Verhältnisse sehr teuer wurde. "Seit dem Ausbruch der Finanzkrise gegen Mitte letzten Jahres lassen sich im Housing-Markt in den USA massive Verkaufseinbrüche verzeichnen. Ich gehe im Rahmen der aktuellen Entwicklung davon aus, dass noch mindestens bis 2009 wenn nicht sogar bis Anfang 2010 mit weiteren Problemen zu rechnen sein wird", unterstreicht RZB-Immobilienmarkt-Analyst Ronald Plasser auf Nachfrage von pressetext. Laut dem Experten bestünde in den USA eine große Wechselwirkung des Immobilienmarktes mit dem Konsum. Erschwerend hinzu komme in diesem Umfeld der Ölpreis, der die Konsumpreise noch weiter in die Höhe treibt. "In Europa kann dies noch immer ein wenig durch den starken Euro kompensiert werden. Es ist jedoch ein nahezu allgemeingültiges Marktgesetz, dass sich der Ölpreis in Zeiten eines Rückgangs der Konjunktur wieder allmählich einpendelt", verdeutlicht Plasser weiter. Die aktuellen Preissteigerungen führen Insider einerseits auf die global gestiegene Ölnachfrage vor allem aus Schwellenländern wie Indien und China zurück. Andererseits sind die Konzerne wie Exxon Mobil oder Royal Dutch Shell immer häufiger dazu gezwungen, zu hohen Kosten an neuen Standorten Öl zu fördern (pressetext berichtete: http://pte.at/pte.mc?pte=080426004 ). Verunsicherungen im Markt, die aufgrund der Fachleute zufolge noch längst nicht überstandenen Finanzkrise dominieren, führen zu realwirtschaftlichen Konjunkturfolgen. Wie das US Labor Department unlängst mitgeteilt hat, stiegen die Konsumpreise in den USA im April um 0,2 Prozent leicht an. Dieser Trend dürfte nun auch seine Schleifspuren auf dem US-Hausmarkt hinterlassen. "Es ist derzeit sehr wahrscheinlich, dass wir uns an einem Wendepunkt des Housing-Marktes befinden", zitiert das Blatt Bernard Baumohl von der US-Researcher Economic Outlook Group http://www.economicoutlookgroup.com . Obwohl laut Baumohl die aktuellen Daten nicht darauf hindeuten, dass sich eine Erholung anbahnt, performte der Housing-Markt in der vergangenen Woche überraschend positiv. Der Dow-Jones-Industrie-Durchschnitt stieg sogar um 1,89 Prozent an, während der Standard & Poor's 500-Index um 2,67 und der Nasdaq-Composite-Index um 3,41 Prozent anstiegen. Ein wichtiger Faktor bei der Beurteilung des US-Housing-Marktes dürfte diese Woche hingegen der Verkaufsreport der National Association of Realtors sein. Kenner der Immobilienbranche wie Thomson/IFR gehen aber schon jetzt davon aus, dass die Verkaufszahl der bestehenden Immobilien im April erneut zurückgegangen ist. Es wird damit gerechnet, dass die Kosten für die Herstellung von Konsumgütern im Durchschnitt um rund 0,5 Prozent ansteigen. Weitere Indizien über die Lage erwarten sich Ökonomen von den Konsum-Ertragszahlen der Großkonzerne Home Depot, Hewlett-Packard, Staples, Target, BJ's Wholesale Club und Gap. (Ende)
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