VORSCHAU

PRESSETERMINE
Literaturhaus Wien
25.05.2012 00:00

AKTUELLES PRESSEFOTO

IR Nachrichten
25.05.2012 09:50 BENE AG
25.05.2012 08:55 Wienerberger AG
24.05.2012 08:15 Warimpex Finanz- und Beteiligungs AG


WETTER
Graz: sonnig
24°
Innsbruck: sonnig
22°
Linz: heiter
20°
Wien: sonnig
20°
© wetter.net

Stadtname / PLZ

AKTIENKURSE
 
HIGHTECH
Fr, 25.05.2012
Meldung drucken Artikel weiterleiten
pte20080514004 Forschung/Technologie, Computer/Telekommunikation
Massenfertigung von Nanodraht-Bauelementen demonstriert
Forscher-Team zeigten Verfahren anhand von Nano-Leuchtdioden
Skizze der Fertigungsmethode für die Nanodraht-Bauelemente (Foto: harvard.edu)
Skizze der Fertigungsmethode für die Nanodraht-Bauelemente (Foto: harvard.edu)

Jena/Cambridge (pte004/14.05.2008/06:15) - Ein Team aus deutschen und US-amerikanischen Wissenschaftlern hat Leuchtdioden auf Basis von Zinkoxid-Nanodrähten hergestellt. "Wir haben dabei Fertigungstechniken genutzt, die in der Silizium-Industrie gang und gäbe sind", betont der Festkörperphysiker Carsten Ronning von der Friedrich-Schiller-Universität Jena http://www.uni-jena.de gegenüber pressetext. Damit hat das Team, zu dem auch Forscher der Harvard University http://www.harvard.edu sowie der Universitäten Göttingen und Bremen zählen, eine Möglichkeit aufgezeigt, wie elektronische Bauelemente auf Basis von Halbleiter-Nanodrähten schnell und günstig in Masse produziert werden können.

Die Fertigung von Halbleiter-Nanodrähten mit chemischen Verfahren ist bereits gut zu bewerkstelligen, die Herstellung von Bauelementen mit den Drähten war bisher jedoch sehr aufwändig. Genau hier sehen die Forscher einen wesentlichen Vorteil ihres Verfahrens, das eine einfache Massenproduktion ermöglicht. Mit der Technik der Photolithographie wurde eine Siliziumfläche mit Kontakten vorbereitet. Darauf wurden dann die Zinkoxid-Nanodrähte platziert und mit einer nicht-leitenden Glasschicht überzogen. "Wenn ein metallischer Kontakt darauf platziert wird, erhalten wir auf diese Weise eine Art Sandwich", erläutert Federico Capasso, Physiker an der Harvard University. Wird an die Siliziumfläche am Boden und den oberen metallischen Kontakt eine Spannung angelegt, fließt Strom nur durch die Nanodrähte und regt sie zum Leuchten an. Die Forscher haben mehrere Hundert dieser Elemente gefertigt, um die Eignung des Verfahrens für die Massenproduktion zu demonstrieren.

Was mögliche Anwendungen betrifft, sind die Leuchtdioden nur ein erster Schritt. "Von der Leuchtdiode bis zum Laser ist es nicht weit", meint Ronning zu pressetext. Laser auf Basis von Halbleiter-Nanodrähten könnten feine Spots ermöglichen, die beispielsweise zur Mikroskopie auf Laserbasis geeignet wären. Auch sei es dank der feineren Laser denkbar, optische Speichermedien dichter zu beschreiben und damit die Kapazität zu erhöhen. Ferner wäre die Fertigungsmethode nicht nur für photonische Bauelemente, sondern allgemein für elektronische Elemente und Sensorik geeignet, so Ronning. Speziell in der Elektronik seien die Halbleiter-Nanodrähte auch praxistauglicher als Kohlenstoff-Nanoröhren, nennt der Physiker eine Motivation hinter der Forschungsarbeit.

Jetzt wollen die Wissenschaftler das Verfahren, das sie in einem Beitrag der Fachpublikation "Nano Letters" genauer vorstellen, noch verfeinern. Beispielsweise soll eine effiziente Ausrichtung der Nanodrähte in der Produktion eine noch schnellere, günstigere Fertigung ermöglichen. Bis mit dem zum Patent angemeldeten Verfahren gefertigte Bauelemente kommerziell erhältlich sein werden, dürften laut Ronning noch "einige Jahre" vergehen. Wie viele genau das sein werden, hängt auch vom Verlauf der weiteren Forschungsbemühungen ab.

(Ende)

Aussender: pressetext.deutschland
Ansprechpartner: Thomas Pichler
Tel.: +43-1-81140-303
E-Mail:
pressetext.deutschland
   
Wie fanden Sie diese Meldung?
Weitersagen
likes dislike Share Share |
FACEBOOK
ETARGET

FOCUSTHEMA


SPECIALS


Werbung
middleAdvertising