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pte20080502010 Medizin/Wellness
Fettleibigkeit und Diabetes erhöhen Herzrisiko bei Frauen
Besorgnis erregende Forschungsergebnisse: Rückgang der Todesfälle verlangsamt

Oxford/Liverpool (pte010/02.05.2008/10:30) - Es bestehen neue Befürchtungen, dass das Zunehmen von Fettleibigkeit und Diabetes den Rückgang der Herzerkrankungen bei Frauen unter 50 Jahren negativ beeinflussen könnten. Wissenschaftler der University of Oxford http://www.ox.ac.uk und der University of Liverpool http://www.liv.ac.uk gehen davon aus, dass die Sterbezahlen in dieser Altersgruppe sich nach einem konstanten Rückgang seit den 1970er Jahren stabilisieren. Untersucht wurden die Todesfälle in England und Wales zwischen 1931 und 2005. Es zeigte sich, dass der Rückgang sich immer mehr verlangsamte. Diese Forschungsergebnisse seien Besorgnis erregend, schreiben die Forscher in dem Fachmagazin BMC Public Health. http://www.biomedcentral.com/bmcpublichealth

Die Anzahl der Todesfälle aufgrund von Herzerkrankungen war bis in die 1970er Jahre angestiegen und danach kontinuierlich gefallen. Verantwortlich dafür machten Experten die bessere medizinische Versorgung und der Rückgang der Raucherzahlen. Bei Frauen unter 50 Jahren verlangsamt sich nun aber der Rückgang im Gegensatz zu den älteren Menschen. Die Sterberate bei den 45 bis 49 Jährigen zum Beispiel halbierte sich fast von den Werten zwischen 1976 und 1985 auf 15 Todesfälle pro 100.000 Einwohner zwischen 1986 und 1995. In den nächsten zehn Jahren fiel sie jedoch nur auf 12,5 Todesfälle pro 100.000 Einwohner. Peter Scarborough, der Autor der Studie, befürchtet, dass sich die Zahlen stabilisieren oder sogar ansteigen werden. "Es scheint so zu sein, dass das Ansteigen von Fettleibigkeit und Diabetes eine entscheidende Rolle spielt. Tritt dieses Muster bei den Frauen auf, ist es sehr wahrscheinlich, dass bald auch die Männer betroffen sein werden."

Die aktuelle Studie betont, dass Fettleibigkeit und Diabetes bei jüngeren Menschen in den letzten zehn Jahren zugenommen haben. Gleichzeitig hat die körperliche Aktivität abgenommen. Scarborough räumte ein, dass die Anzahl der Todesfälle bei den Jüngeren relativ klein ist und daher genaue Schlussfolgerungen schwierig seien. Peter Weissberg, der medizinische Direktor der British Heart Foundation http://www.bhf.org.uk erklärte, dass diese Ergebnisse Anlass zur Besorgnis seien. "Es ist ein verbreitetes Missverständnis, dass Herzerkrankungen ein Problem der Männer sind. Kardiovaskuläre Erkrankungen sind die Hauptursache von vorzeitigen Todesfällen bei Frauen."

(Ende)

Aussender: pressetext.austria
Ansprechpartner: Michaela Monschein
Tel.: +43-1-81140-0
E-Mail:
pressetext.austria
   
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