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Fr, 25.05.2012
pte20080430040 Unternehmen/Finanzen, Auto/Verkehr
General Motors verheizt für das erste Quartal 3,3 Mrd. Dollar
Zulieferprobleme, Konzernumbau und Binnennachfrage belasten
Detroit/Gelsenkirchen (pte040/30.04.2008/17:40) - Der US-Autohersteller General Motors http://www.gm.com muss für das erste Quartal des laufenden Geschäftsjahres inklusive Sonderposten einen Nettoverlust von 3,3 Mrd. Dollar einstecken. Einschließlich der Sondereffekte entspricht dies einem Verlust je Anteilsschein um satte 5,74 Dollar - vor einem Jahr waren es noch sieben Cent Verlust. Auch der Umsatz ging in den ersten drei Monaten dieses Jahres von 43,4 Mrd. auf 42,7 Mrd. Dollar zurück. Wie die massiv angeschlagene Opel-Konzernmutter noch vor US-Börsenbeginn heute, Mittwoch, bekannt gab, wurde daraufhin auch die Absatzprognose für den US-Markt drastisch gesenkt. Trotz der wenig erfreulichen Zahlen zeigt sich das Konzern-Papier überraschend robust. Analysten führen dies vorrangig darauf zurück, dass vor allem das Osteuropa-Geschäft positive Wachstumsentwicklungen zeigt. "Die aktuellen Zahlen verwundern mich nicht, da General Motors bereits seit 30 Jahren von der einen in die nächste Sanierung schlittert und seitdem fast nur Marktanteile verloren hat", sagt Ferdinand Dudenhöffer, Professor für Automobilwirtschaft an der Fachhochschule Gelsenkirchen http://www2.fh-gelsenkirchen.de , im Gespräch mit pressetext. Laut dem Fachmann ist der US-Markt derzeit hoch sensibel, wobei sich General Motors neu positionieren muss, um langfristig gegen Toyota bestehen zu können. "Der Konzern brauch auf lange Sicht hinaus ein tragfähiges Geschäftskonzept, da der Markt in den USA 2008 erstmals unter 15 Mio. verkaufte Fahrzeuge sinken wird", so Dudenhöffer weiter. Als wesentliche Ursachen für diese Misere führt der Konzern neben Streiks beim Zulieferer American Axle und der schwachen Nachfragensituation in den USA auch Rückstellungen für Probleme bei ehemaligen Tochterfirmen an. Zudem drückten auf den Gewinn im ersten Quartal hohe Belastungen durch die General-Motors-Finanzsparte und die in einem Insolvenzverfahren steckende ehemalige Zuliefertochter Delphi. Weitere Kosten in Mrd.-Höhe entstanden dem Unternehmen aufgrund des von Analysten vielfach geforderten Konzernumbaus, der mit anfänglich 3.000 Stellenstreichungen erzielt werden soll. Bereits für das abgelaufene Geschäftsjahr "erwirtschaftete" General Motors einen Rekordverlust von 38,7 Mrd. Dollar, dabei sank auch der Umsatz um sieben Prozent auf 47,1 Mrd. Dollar (pressetext berichtete: http://pte.at/pte.mc?pte=080212041 ). Angesichts der nach wie vor noch ungelösten Probleme kostete General Motors der Streik bei American Axle in Verbindung mit der schwachen Binnennachfrage und nicht zuletzt dem hohen Ölpreis rund 800 Mio. Dollar. In Fahrzeugen ausgedrückt, wurde der Bau von 100.000 Autos streikbedingt verhindert. Trotz eines schwierigen Marktumfelds waren Umsatz und Ergebnis dennoch besser als von vielen Analysten zuvor befürchtet. Der um die Sondereffekte bereinigte Verlust je Aktie habe sich zwar von einem Cent im Vergleich zum Vorjahr auf insgesamt 62 ausgeweitet. Die vom Finanzdienstleister Thomson Financial befragten Experten hatten durchschnittlich jedoch mit einem Fehlbetrag vor Sondereffekten von 1,54 Dollar je Aktie gerechnet, berichtet das Manager-Magazin. Auch beim Umsatz hatten Analysten einen stärkeren Umsatzrückgang auf bis zu 41 Mrd. Dollar prognostiziert. (Ende)
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