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pte20080423016 Unternehmen/Finanzen, Handel/Dienstleistungen
IKB gibt Entwarnung - Verlustprognose gesenkt
Aktien machten vorbörslichen Freudensprung von 24 Prozent
Düsseldorf (pte016/23.04.2008/11:35) - Die Deutsche Industriebank IKB http://www.ikb.de hat ihre Verlustprognose zum Geschäftsjahresabschluss 2007/2008 mit Ende März erheblich zurückgeschraubt. So soll der operative Konzernverlust "nur mehr" 200 Mio. Euro betragen. Im März ging der IKB-Vorstand noch von einem Minus in Höhe von rund 800 Mio. Euro aus. "Die bessere Prognose ist auf Bewertungseffekte auf der Passivseite zurückzuführen, was ausschließlich die Konzernbilanz betrifft", erklärt IKB-Sprecherin Annette Littmann im Gespräch mit pressetext. Steuereffekte, die die Bank nutzen konnte, führten mitunter zu der Neubewertung. Das IKB-Papier legte im vorbörslichen Handel bereits eine Wertsteigerung um 24 Prozent hin und findet sich zu Redaktionsschluss dieser Meldung (11:15 Uhr) bei plus 15,02 Prozent bzw. 4,67 Euro wieder. Im Zuge der Kredit- und Finanzkrise war die IKB in enorme Schwierigkeiten geraten. Drei Rettungsaktionen mit einem Gesamtwert von rund 8,5 Mrd. Euro waren nötig, um das Überleben des Instituts zu sichern. Die Kapitalspritzen kamen zum Großteil von der Bankengruppe Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) http://www.kfw.de , der Hauptaktionärin der IKB. Die milliardenschweren Hilfen für die IKB wurden darüber hinaus von staatlicher Seite getragen. Auslöser der spektakulären Rettungsaktion waren Fehlspekulationen am angeschlagenen US-Hypothekenmarkt. In den vergangenen Monaten wurde die Prognose zum Jahresabschluss mehrfach nach oben und unten revidiert. Sowohl Anteilseigner als auch Branchenkenner halten einen raschen IKB-Verkauf aufgrund des aktuellen Marktumfelds nicht für möglich. Die IKB und ihre Aktionäre würden derzeit keine attraktiven Konditionen erhalten, was einem Ausverkauf des Hauses gleichen würde. "Der Verkaufsprozess ist am Laufen. Mittlerweile haben wir die zweite Stufe des Due-Dilligence-Prozesses erreicht. Weitere konkrete Auskünfte wird es im Mai geben", so Littmann im pressetext-Gespräch. Die Frist für die Abgabe von Kauf-Offerten endet am 12. Mai. Sollten keine zufriedenstellenden Angebote eingehen, wird die mit rund 45 Prozent beteiligte KfW aller Voraussicht nach das IKB-Geschäft weiterführen. In diesem Fall soll der Verkauf zu einem späteren Zeitpunkt vollzogen werden. (Ende)
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