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Mo, 13.02.2012
pte20080421038 Unternehmen/Finanzen, Handel/Dienstleistungen
Bank of America: Gewinn bricht um 77 Prozent ein
Fallende Immobilienpreise und hohe Außenstände belasten Ergebnis
New York (pte038/21.04.2008/15:01) - Die Bank of America (BOA) https://www.bankofamerica.com hat heute, Montag, überraschend einen Gewinnrückgang um satte 77 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal bekannt gegeben. Jobverluste und fallende Immobilienpreise hätten zunehmend viele Verbraucher in Schwierigkeiten gebracht, ihre fälligen Zahlungen auf Kreditkarten und Raten auf Anleihen zu bezahlen. Die Abschreibungen seien demnach auf Forderungsausfälle zurückzuführen, so die Bank. Anleger und Analysten zeigen sich von den Zahlen des größten US-amerikanischen Kreditinstituts enttäuscht. Das BOA-Papier gab vorbörslich um 3,4 Prozent nach und liegt derzeit bei 37,25 Dollar. "Die Märkte sind praktisch tot und funktionieren nur sehr schleppend", meint Johannes Mattner, Analyst der Raiffeisen Zentralbank http://www.rzb.at , im Gespräch mit pressetext. So wurde auch der DAX von dem Ergebnis belastet und um ein Prozent unter 6.800 Punkte gedrückt. Zur Enttäuschung der Marktteilnehmer hat wesentlich beigetragen, dass Analysten davon ausgegangen waren, die BOA hätte Rücklagen von 6,5 Mrd. Dollar gebildet, um Subprime-Verlusten vorzubeugen. "Ein wesentlicher Faktor ist, dass die Krise nicht nur den Bereich Subprime betrifft", so Mattner. In den Zahlen hatten die Analysten einen Gewinn von 0,41 Dollar je Aktie bzw. Gesamteinnahmen über 16,46 Mrd. Dollar erwartet. Stattdessen machte der Nettogewinn lediglich 1,21 Mrd. Dollar oder 0,23 Dollar pro Aktie aus. Im Vorjahreszeitraum konnte das Institut noch ein Ergebnis von 1,16 Dollar je Aktie verzeichnen, was einer Summe von 18,4 Mrd. Dollar entsprach. Medienberichten zufolge verhandelt die BOA mit der französischen Großbank BNP Paribas http://www.bnpparibas.com über den Verkauf des Prime-Brokerage-Geschäfts in den USA. Die Verhandlungen sollen sich bereits in einem fortgeschrittenen Stadium befinden. Barclays Capital und JPMorgan Chase kommen für den Kauf der Sparte nicht mehr in Frage, womit BNP Paribas den letzten verbleibenden Übernahmeinteressenten darstellt. Ob BOA-Chef Kenneth Lewis an seiner bisherigen Gesamtjahresprognose für sein Haus festhält, ist derzeit noch nicht bekannt. Darin hatte er vorausgesagt, das Ergebnis je Aktie für 2008 würde vier Dollar überschreiten, womit die BOA profitabel wäre. Darüber hinaus hatte Lewis im Zuge seiner Prognose eine erneute Dividendenerhöhung angekündigt. (Ende)
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