pte20080416029 in Business
Comcast will Rechtekatalog für File-Sharing erarbeiten
Strategiewechsel: Bisherige Praxis der Verfolgung wird aufgegeben
New York (pte029/16.04.2008/13:53)
Der US-amerikanische Telekommunikationskonzern Comcast http://www.comcast.com hat gestern, Dienstag, bekannt gegeben, einen eigenen Grundkatalog der Rechte und Verantwortlichkeiten für File-Sharing im Internet erarbeiten zu wollen. Wie die US-Nachrichtenseite Newsvine http://www.newsvine.com berichtet, ist die aktuelle Ankündigung Ausdruck eines Umdenkprozesses in der Unternehmensstrategie des Konzerns. So wolle man sich in Zukunft nicht mehr auf das Aufspüren und Blockieren von Tauschbörsennutzern konzentrieren, sondern verstärkt auf ein System hinarbeiten, das auf der Gleichheit aller Nutzer beruht. Konkret soll etwa ein bestimmtes Set an Regeln erstellt werden, das ein "optimales Vorgehen" für Internetprovider beinhaltet, wie diese mit dem für Netzbetreiber zunehmend zum Problem werdenden Ausmaß des File-Sharing-Traffics umgehen sollen. Weiters soll darin festgelegt werden, welche direkten Kontrollmöglichkeiten den Nutzern in Bezug auf die Verwendung von Peer-to-Peer-Applikationen (P2P) auf ihren Computern eingeräumt werden können. Viele der verwendeten Dienste seien darauf ausgelegt, im Hintergrund abzulaufen ohne den Nutzer wirklich darüber zu informieren, was genau sie tun und wie viel an Ressourcen dafür benötigt werden, heißt es von Comcast.
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