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pte20080402036 Unternehmen/Finanzen, Auto/Verkehr
US-Markt: Edelkarossen als Ladenhüter
Finanzkrise und hoher Öl- sowie Benzinpreis drücken auf Kauflaune
Stuttgart/München (pte036/02.04.2008/13:30) - Die Flaute am US-amerikanischen Automobilmarkt setzt sich fort. Wegen der schwachen Konjunktur und dem Dollar-Tief geht vor allem der Absatz bei den Edelkarossen zurück. Obwohl die deutschen Branchengiganten Volkswagen, Audi und BMW auf dem US-Markt im März mehr Fahrzeuge als im Vorjahresmonat verkaufen konnten, mussten Mercedes Benz und Porsche teils massive Einbußen hinnehmen. Wie ARD.de heute, Mittwoch, berichtet, ist auch der japanische Automobilkonzern Toyota von der mäßigen Wirtschaftslage betroffen. "Die deutschen Exporteure belastet vor allem der Dollar-Kurs und der hohe Ölpreis. Zudem drücken die allgemeinen Unsicherheiten aufgrund der Finanzkrise auf die Kauflaune, sodass die Furcht vor einer möglichen Rezession zunimmt", erläutert Andreas Gensch, Analyst bei der HypoVereinsbank http://www.hvb.de , im Gespräch mit pressetext. Trotz des schwierigen Marktumfelds steigerte Volkswagen den Absatz seiner Kernmarke VW um satte 12,9 Prozent auf rund 19.600 Fahrzeuge. Der renommierten VW-Tochter Audi war es dank des im Vergleich zum Vorjahr um zwei Arbeitstage kürzeren Monats auf bereinigter Basis möglich, 7,2 Prozent mehr Autos (7.987 Stück) zu verkaufen. Wenngleich nicht in dem Ausmaß konnte auch die bayerische BMW mit insgesamt 27.404 abgesetzten Fahrzeugen einen bescheidenen Zuwachs um 1,8 Prozent erwirtschaften. Unbereinigt wurden hingegen 5,4 Prozent weniger Autos abgesetzt. Die schwache US-Konjunktur macht sich vor allem für Mercedes Benz deutlich. Der Absatz der Stuttgarter sank um 3,7 Prozent auf 20.808 Autos. Obwohl Mercedes Benz von der C-Klasse etwa 60 Prozent mehr Fahrzeuge verkaufen konnte, brachen die Absatzzahlen der E-Klasse um rund ein Viertel und die der großen S-Klasse sogar um ein Drittel ein. Aber auch Porsche reiht sich derzeit in die Liga der Automobilhersteller ein, die Rückgänge auf dem US-Markt verzeichnen müssen. So lieferte der Sportwagenbauer in den USA und Kanada nur noch 2.624 Fahrzeuge an die Kunden aus. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dieser Rückgang mit 24 Prozent fast einem Viertel. Absatzbezogen zulegen konnte nur der Geländewagen Cayenne, heißt es seitens des Unternehmens. Von der Flaute betroffen ist hingegen auch der amerikanische Hersteller General Motors (GM). Aktuellen Zahlen nach brachte GM im US-Heimatmarkt 13 Prozent weniger Autos an die Kunden. Die eigene Produktionsprognose von 1,08 Mio. Fahrzeugen für das zweite Quartal behielt der Konzern jedoch bei. Von der Flaute betroffen zeigt sich auch Chrysler, sodass das Unternehmen kürzlich bekannt gab, mit speziellen Internet-Angeboten Kunden anlocken zu wollen (pressetext berichtete: http://pressetext.at/pte.mc?pte=080326001 ). Ford muss für März einen Einbruch um satte 14 Prozent auf rund 227.000 Autos einstecken. Für Toyota sank der US-Absatz ähnlich stark wie bei den Mitkonkurrenten um 3,4 Prozent auf 217.730 Autos. Die Marke Toyota verbuchte einen Rückgang um 2,9 Prozent, während die Luxussparte Lexus einen Einbruch von 6,9 Prozent hinnehmen musste. Der Konzern rechnet damit, die Prognose von 16 Mio. verkauften Fahrzeugen auf 15,5 Mio. zu korrigieren. (Ende)
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