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pte20080402024 Unternehmen/Finanzen, Handel/Dienstleistungen
Portal lässt Banken um Anleger feilschen
Bieterwettstreit garantiert Sparefrohs höchste Zinsen
Werbekosten sollen für Banken reduziert werden (Foto: neosaej.com)
Werbekosten sollen für Banken reduziert werden (Foto: neosaej.com)

Burlington/Wien (pte024/02.04.2008/11:30) - Das US-amerikanische Start-up neoSaej http://www.neosaej.com hat ein neuartiges Online-Geschäftsmodell entwickelt, das Anlegern und potenziellen Investoren helfen soll, bessere Zinsen bei Banken und Finanzdienstleistern zu erhalten. Wie das Magazin Technology Review heute, Mittwoch, berichtet, gibt der Nutzer zu diesem Zweck zuvor die geplante Anlagesumme und seinen persönlichen Renditewunsch an. Investmenthäuser, Banken oder Vermögensverwalter können daraufhin um die Gunst des Anlegers "bieten". Das Verfahren arbeitet so, dass die proprietären Algorithmen der Unternehmen im Hintergrund einen komplexen Bieterwettstreit zwischen den verschiedenen Online-Angeboten der Anbieter durchführen. Nach Abschluss der "Auktion", wird dem Kunden das Ergebnis präsentiert.

"Dieses Geschäftskonzept ist in ähnlicher Form auf dem Kreditsektor bereits bekannt. Da das Start-up noch nicht operativ tätig zu sein scheint, sind Prognosen eher schwer zu treffen. Dennoch ist die Idee eine profitable, da auch der Community-Gedanke für die teilnehmenden Finanzdienstleister eine wesentliche Rolle spielen dürfte. Zudem zeigen Umsetzungen ähnlicher Konzepte, dass das Ausfallrisiko bei zu vergebenen Krediten häufig klein und damit überschaubar für die Banken bleibt", so Erste-Bank-Analyst Ronald-Peter Stöferle im Gespräch mit pressetext. Da das Unternehmen noch sehr klein ist, gibt der Experte zu bedenken, dass in Hochgründungsphasen von zehn gerade einmal ein Start-up überlebt.

Bietet ein Kunde beispielsweise 20.000 Dollar in Form von Einlagezertifikaten (CDs) für den Anlagezeitraum von sechs Monaten an, muss er dies auf der neoSaej-Webseite eingeben. Finanzdienstleister und Banken, die um den Anleger "bieten" wollen, müssen dazu Mitglieder des Lieferantennetzwerks von neoSaej sein. Einmal registriert, können sie den Auftrag je nach ihren geschäftlichen Zielvorgaben "ersteigern". Das Start-up wirbt für seinen Service mit dem Argument, dass sich dieser vor allem für Finanz-Gesellschaften lohnt, die schnell "frisches" Kapital benötigen oder ein bestimmtes Produkt verkaufen wollen. Laut neoSaej werden die besten Deals der ersten Runde an das neoSaej-Netzwerk zurückgeschickt, um zu prüfen, ob es keine Gegengebote gibt.

Da dieser Prozess noch bevor der Kunde die Angebote sieht durchgeführt wird, besteht ein weiterer Vorteil für den Anleger. Die Verfahrensweise setzt sich automatisch so lange fort und erzielt somit immer bessere Gebote, bis am Ende schließlich nur noch der Anbieter mit dem für den Kunden lukrativsten Angebot übrig bleibt. Angeboten wird das System anfangs für hochverzinsliche Sparkonten, eine Ausweitung der Geschäftsidee soll umgekehrt bald aber auch für den Kreditbereich Anwendung finden. neoSaej-Firmeninhaber Mukesh Chatter geht davon aus, dass sein System effizienter ist als andere Formen des Online-Marketings. Zwar würden Banken für Web-Werbung in Suchmaschinen und Inhalteangebote hohe Summen ausgeben, der so erzielte Erfolg bei der Kundenakquise bleibe häufig jedoch aus, so Chatter.

Laut neoSaej rechnet sich das Geschäftsmodell für Banken, da diese pro Kunden im Schnitt zwischen 400 und 1.000 Dollar aufbringen müssen, um via Internet nach neuen Kunden zu fischen. Dass sich diese hohen Werbekosten bei den herkömmlichen Zinsen für Sparkonten in reduzierter Form darstellen würden, läge auf der Hand. NeoSaej plant, noch in diesem Frühling unter dem Markennamen "MoneyAise" zu starten, wobei der Gewinn mit dem Einsammeln einer Vermittlungsgebühr erzielt werden soll. Diese sei im Verhältnis zu den heutigen Marketing-Kosten der Geldinstitute "deutlich kleiner", so der Firmeninhaber.

(Ende)

Aussender: pressetext.austria
Ansprechpartner: Florian Fügemann
Tel.: +43-1-81140-305
E-Mail:
pressetext.austria
   
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